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Bildende KunstBau-Lexikon 1881

Abdruck, m., frz. empreinte, f., impression, f., épreuve, f., ectype, m. Rengl. Print, stamp, copy, im-Ppression, lat. exemplar, impréssura, stampus ital. impronta, span. antitipo. A. nennt man eine Copie, die man dadurch erhält, daß man das Material, in dem der A. gefertigt werden soll, gegen das Original preßt. Eine nicht gegen die Grundfläche vorstehende Zeichnung, Gravirung oder Schrift u. s. w. druckt man ab, indem man sie mit Farbe versieht, oder sonst zum Ablassen des Farbstoffs vorbereitet und dann Papier dagegen preßt; diese Art der Abdrücke wird in der Architektur nur selten gebraucht, öfter die Abdrücke von erhabenen Körpern, welche mittels eines weichen, knetbaren Materials (Thon, Gips, Wachs, Metall, Steinpappe u. Brotteig) gefertigt werden. Die Art, jedes dieser Materialien zum A. brauchbar zu machen, ist unter dem dasselbe betr. Artikel angegeben. Um nun einen A. zu fertigen, wird je nach Umständen entweder das Abdruckmaterial auf das Original aufgebracht und mit den Händen an dasselbe angeknetet oder das Original auf das Abdruckmaterial aufgedrückt, aufgepreßt und dann sogleich wieder abgehoben. S. auch den Art. Form.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 5Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei

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