abkurren, 1. s. im Art. abfahren. — 2. s. v. w. abquarriren (s. d.). abkehlen, 1.(3imm.) ein Dach abk., dasselbe mit Kehlen versehen; s. d. —1 Kehle. — 2.(Zimm. und Tischl.) mit Hohlkehlen oder auch anderen Gliedern einfassen oder durch solche Glieder von einer anstoßenden oder umgebenden Fläche trennen. Thürfüllungen werden oft, an Stelle der einfachen Abgründung, abgekehlt. — 3.(Bauk.) frz. délarder en creux, in Form einer Hohlkehle abkanten. Abkehlung, k. (Tischl.), Einfassung mit Simsgliedern, wo diese mit der von ihnen eingefaßten Fläche aus einem Stück, d. h. aus derselben herausgehobelt sind. abliehren, 18 alt. 225 1. Schreibweise für abgehren; s. anstrich. — II. intr. Z. 3.(Bergb.) frz. bouter le kauchet, mettre la main au chif, engl. to strike, to leavethe work, s. v. w. feiern, die Arbeit einstellen, Strike machen, striken. abkippen, abkappen, ablüpfen, abkoppen, abköpfen, J. akt. 3. frz. épointer, ététer, engl. to cut otl, to nip ofl, der Spitze berauben, 3. B. Nagelspitzen abzwicken, Baumstämme köpfen, Bauholz vor Hirns abschneiden. — 2. pass. 3., abgleiten, fallen. abklüren, abhellen, klären, frz. clarifier (le vin), éclair-Cir (un sirop); engl. to clarify, to fine, to clear off, bezeichnet die Operation, durch welche man die in einer Flüssigkeit schwebenden Theile entweder an der Oberfläche oder in Form eines Niederschlags am Boden des Gefäßes sich ansammeln läßt. Gewöhnlich erreicht man das A. einer trüben Flüssigkeit durch Ruhigstehenlassen derselben, oder durch Einrühren von Hausenblase-oder Leimlösung, damit die in der trüben Flüssigkeit schwebenden Theilchen. rascher zum Absatz am Boden gelangen. M7 abklaffen, frz. bailler, engl. to gape, to be a-jar. Thüren, Simsbreter etc. klaffen manchmal ab, wenn sie sich geworfen haben, der Putz, wenn die Mauer dahinter feucht ist und ihn abstößt. abklaftern, Holz, Stein, Erdreich n. Klaftern abmessen. abklammern, 1. frz. désharponner, engl. to unpeg, die Klammern herausnehmen. — 2.frz. fournir des harpons. Sämtliche in einem Gebäude od. Bautheil nöthige Klammern hinter einander eins 3. etwas etwas Anderem durch eine Klammer entfernt halten. Abhklatsch, m., frz. eliché, engl. dabbing. In der Baukunst kommen besonders folgende Arten von A. vor: 1. Thonabklatsch. Um ein an der Wand befestigtes Gips-oder Steinornament, Metallrelief oder dgl. in Thon abzuklatschen, nimmt man einen Welir dazu genügend großen weichen Thonklumpen und schlägt ihn mit solcher Gewalt schnell gegen das Original, daß er sich breit drückt und in. die Vertiefungen hineinfährt; dann zieht man ihn vorsichtig und langsam wieder ab und hat so eine Thonform, in die man entweder sogleich Gips gießen kann, um Abgüsse zu erhalten, oder die man trocknen und brennen läßt, um dann Abdrücke zu erhalten; s. übr. Form. — 2. Metallabklatsche. Wenn von einer Holzschnittplatte, Druckform oder dgl. so viel Abdrücke gemacht werden sollen, daß man befürchtet, das Holz möchte sich zu sehr abnutzen, so fertigt man davon Metallabklatsche oder elichés; s. d. Art. — 3. Papicrabklatsche. Um auf Reisen, wo man sich nicht mit schwerem Gepäck schleppen will, Reliefs zu copiren, nimmt man ganz weiches, ungeleimtes oder schwach geleimtes Papier, benetzt es mit Leimwasser, drückt es mit einem zusammengeballten Tuch an den zu copirenden Gegenstand und läßt die so geronnene Form in mäßiger, aber auch nicht zu geringer Wärme trocknen. In sehr warmen Gegenden kann man auch geleimtes Papier nehmen u. braucht es nur sehr stark mit bloßem Wasser zu netzen.