Ableitung, f. frz. découlement, m., engl. derivation, des Wassers. 1. A. der Tagewässer, geschieht durch Furchen, kleine Gräben, Schleusen, Schnittgerinne, Röhren, Dachrinnen etc., je nach dem Objekt, v.welchem das Wasser abgeleitet werden soll. — 2. A. der Untergrundwässer bei Feldern, Gärten, Wiesen, Grundschichten von Gebäuden zu Erzielung trockener Keller etc., geschieht jetzt größtentheils durch Drainage (s. d.) mittels Thonröhren. Früher grub man tiefe Gräben bis zur undurchlassenden Schicht (s.d. Art. Grundwasser), füllte die Sohle mit Reisbündeln, Steinen u. dgl. locker aus und warf die ausgegrabene Erdmasse wieder darauf, so daß die einzelnen Wasserfäden sich nach diesem durchlassenden Tiefpunkt hinziehen und darin ablaufen konnten. Weil aber die Füllung öfter der Erneuerung bedarf u. dies Verfahren somit höchst umständlich wird, so hat man dasselbe gegenwärtig fast ganz aufgegeben und benutzt es höchstens bei vorübergehenden Zwecken. — 3. A. des Hochwassers, s. d. Art. Flutrinne und Abzugsgraben. — 4. Abl. der Wasserströmung zum Zweck der Erhaltung eines Ufers durch Buhnen (s. d.) ist mit großer Vorsicht auszuführen, weil diese meist Kolkungen (s. d.) und Unterwühlungen der Sohle bewirken, auch — beikleineren Flüssen — das gegenüberliegende Ufer gefährden und somit Streitigkeiten und Prozesse hervorrufen können (s. den Art. Uferschutz). (o. Mgu.