abtönen (Stubenm.), 1. frz. teinter, engl. to tünt, in einem gleichmäßigen, aber zarten Ton streichen, als Gegensatz von abfärben mit einem gesättigten Farbenanstrich. — 2. durch sehr feine, weniger dem Auge als dem Gefühl erkennbare Nuaneen heller werden lassen, z. B. ein Plafond wird nach der Mitte zu abgetönt. — 3. absatz-, sozusagen stufenweis aus dem Hellern ins Dunkle übergehen lassen. Um z. B. eine Kehle abzudunkeln oder abzuschattiren mit einer Farbe, die sich nicht gut vertreiben läßt (s. d. Art.), setzt man erst auf die ganze Breite den hellsten Ton, der nöthigist, darauf den nächstfolgenden dunkleren Ton etwas schmäler, so daß ein schmaler Streifen des hellsten sichtbar bleibt, und so fort, bis endlich der tiefste, dunkelste Ton in einem eben so schmalen Streifen aufgetragen wird, wie von den anderen sichtbar sind. Dadurch nun, daß man die Streifen an Breite etwas ab- oder zunehmen läßt, kann man den Kehlen oder Simsen verschiedene scheinbare Profile geben.