Ader, f., 1. frz. veinule, f. engl. leading, auch Schnur, Erztrümmchen genannt (Bergb.), fortlaufender Streifen einer Erzart, s. Gang. — 2. (Steinm.) frz. fil, m. engl. vein, cloud, eingesprengter Streifen einer fremden Steinart; so giebt es Sandstein mit Eisenadern, Marmor mit Quarzadern etc.; solche Adern machen oft den Stein sehr schön, oft aber bilden sie, wenn sie sehr hart sind, ein Hindernis im Bearbeiten, oft auch sind sie sehr weich und dann der Dauerhaftigkeit des Steines nachtheilig, s. d. Art. Erdgalle. — 3. In der Erde giebt es oft Wasseradern, oder faule, d. h. sumpfige Adern; s.d. Art. Gründung. — 4. A., frz. fil, m., engl. streak, nennt man die Längendurchschnitte der Fasern bei getrenntem Holz, z. B. auf der Längenseite von Bretern etc., die da, wo die Anfänge der Aeste durchschnitten sind, oder wo das Holz am regelrechten Fortwachsen gehindert war, von der geraden Linie abweichen und oft recht schöne Zeichnungen bilden, bes. bei feineren Hölzern. — 5.(Klmpn.) in Blech geschlagene Verzierungen.