Hude (Philipp Wilh. Hermann von der), Architekt, geb. 2. Juni 1830 in Lübeck, besuchte das dortige Gymnasium, war dann Schüler des Hofbaurats von Arnim in Potsdam, studierte an der berliner Bauakademie und wurde 1857 zum Baumeister ernannt. Seit 1860 ist er in Verbindung mit dem Baumeister Julius Hennicke in Berlin als Privatarchitekt thätig. Er führte in Berlin eine große Anzahl Wohnhäuser und Villen aus, darunter die Villa Markwald (1861), bei der zum ersten mal echte Materialien bei der Fagadenbildung bürgerlicher 1u. Perindr zur Verwendung kamen: Werkstein in Verbindung mit Verblendziegeln; 1873 — 75 leitete er den Bau des Hotel Kaiserhof, 1878—81 den des Centralhotels, 1881—82 den der Neuen Kirche auf dem Gensdarmenmarkt. Einer seiner Hauptbauten außerhalb Berlins ist die Kunsthalle in Hamburg (in Gemeinschaft mit Schirrmacher, seit 1863). H.s Formengebung lehnt sich an die ital. Renaissance an, welche er den modernen Bedürfnissen anzupassen sucht.