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PflanzenreichBau-Lexikon 1881

Adlerholz, n., srz. bois d'aloës (Bot.). Unter diesem Namen werden mehrere Holzarten verstanden, die weniger zu technischen Arbeiten als zu Räucherungen dienen. Das echte A. stammt von dem Adlerholzbaum (Aquilaria agallocha), welcher der kleinen Familie der Aquilariaceen angehört, in den Gebirgen Ostbengalens wächst, aber ziemlich selten ist. Der Baum wird bis 40 mn. hoch und erreicht über 1 m. Durchmesser; sein harzreiches, weißes, sehr leichtes u. poröses Holz ist mit dunkelgrauen Adern durchzogen, welche das geschätzte Parfüm (Uggor oder Aggur) enthalten. Es wird dies Holz auch als Aloséholz, Paradiesholz, Agallochaholz bezeichnet und zu Fächern, Körbchen etc. verarbeitet. Eine andere Sorte, „Calambak“ genannt, stammt v. AloëEXylomagallochum, einem Schmetterlingsblütler; eine dritte von EXcoecaria agallocha, einem Wolfsmilchgewächs; eine vierte („Gero“), die mehr nach Moschus riecht, kommt von Aquilaria malaccensis. Das Adlerholz ist oft faserig und schwammig, dunkelt allmählich sehr nach, steht aber in seinen besten Sorten selbst in Asien so hoch im Preis, daß es mit Gold aufgewogen wird. M

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 46Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei

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