Aristolochla L., Pflanzengattung aus der Familie der nach ihr benannten Aristolochiaceen. Die Aristolochien sind ausdauernde Kräuter oder Holzgewächse mit aufrechten oder schlingenden Stengeln oder Stänenten, abwechselnden, gestielten Blättern von vorherrschend herzförmiger Gestalt und kurzgestielten, achselständigen Blüten mit unterständigem Fruchtknoten und röhrigem, unregelmäßigem Perigon, welches sich über dem Fruchtknoten bauchig erweitert, dann verschmälert und an seiner Mündung entweder einseitig in eine dreim ausgezogen ist oder einen horizontal ausgebreiteten, tellerartigen, seltener einen ganz unregelmäßig oder eigentümlich gestalteten Saum hat. Im Innern der bauchigen Erweiterung befindet sich eine dicke, kurze Griffelsäule mit sechs ringsherum angewachsenen Staubbeuteln. Die europ. Arten sind Kräuter mit aufrechtem oder hin- und hergebogenem Stengel und kriechendem oder knolligem Wurzelstock. In Deutschland kommt nur A. Clematitis 2., Lenden Wom genannt, wild vor, welche einen kriechenden Wurzelstock und zu fünf bis sieben in den Blattwinkeln stehende, etwa 2 em lange Blüten mit schmuziggelbem, leichtgekrümmtem, in eine Zunge auslaufendem Perigon besitzt. Dieses Kraut findet sich vornehmlich in Weinbergen mit kalkigem Boden. Die Wurzel war früher offizinell. Sie ist gegen Gicht, Asthma, Bluthusten, Lungenschwindsucht und Krankheiten des Uterinsystems angewendet worden und wird noch äußerlich zu Einspritzungen und Umschlägen gebraucht. Zu ähnlichen Zwecken dienen die knolligen Wurzelstöcke zweier südeurop. Arten, der A. longa L. und A. rotunda L. Die meisten Aristolochien wachsen in den Tropenländern, namentlich in Westindien und dem tropischen Amerika. Viele derselben zeichnen sich durch prächtig gefärbte oder höchst sonderbar gestaltete, oft auch sehr große Blumen aus und sind ie bemerkenswertesten Aristolochien sind: 1) A. Serpentaria L., eine aufrechte Staude, deren aus vielen dünnen, schlangenartig ineinandergeflochtenen Wurzeln bestehender Wurzelstock unter dem Namen der Virginischen Schlangenwurzel bekannt und als Radix Serpentariae offizinell ist. Die trockene, in den Handel kommende urzel hat einen starken, baldrianähnlichen Geruch und einen bittern, kampferartigen Geschmack. Die Schlangenwurzel wirkt als Reizmittel bei typhösen Krankheiten und überall, wo eine Unthätigkeit des Muskulargewebes des Darmkanals vorhanden ist. In ihrem Vaterlande wendet man sie als Gegengift gegen den Biß der „eeer und anderer Schlangen, auch gegen Wechselfieber an. 2) A. Sipho L., der sog. Pfeifenstrauch, ein Holzgewächs mit sehr lang werdenden, Rättern un Stämmen und Asten, sehr großen Blättern und grünlichgelben, ziemlich großen, einzeln oder paarweise stehenden Blumen, deren Perigon ähnlich wie ein Tabakspfeifenkopf gestaltet ist. Diese Pflanze wird in Deutschland häufig zu Lauben⸗ und Wandbelkleidungen in Gärten verwendet, wozu sie sich auch vorzüglich eignet. Sie hält, wenigstens in Mittel- und Dern keine Drio den Winter unbedeckt aus, erfordert keine besondere Pflege und läßt sich durch Zerteilung der Wurzeln leicht vermehren. 3) A. anguicida L., in Mexico und Südamerika, ebenalls ein schlingender Strauch. Der Saft dieser Pflanze wird gegen den Biß gite er Schlangen als Heilmittel angewendet, auch soll derselbe auf Schlangen betäubend wirken. zenfamilie aus der Gruppe der Dikotyledonen. Sie umfaßt gegen 200 Arten, die der wärmern gemäßigten Zone und zwar vorzugsweise der nördlichen angehören. Ihre Vertreter sind größtenteils krautartige Pflanzen, seltener Sträucher, viele davon sind Schlingpflanzen. Alle besitzen wechselständige Blätter; ihre Blüten sind zwitterig und haben ein einfaches dem Fruchtknoten aufsitzendes Perigon, das dreilappig oder unregelmäßig gezähnt ist. Die Zahl der Staubblätter und der Narben ist in den verschiedenen Gattungen eine wechselnde.