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NaturlehreBau-Lexikon 1881

Afterkrystalle, m. pl., Psendokrystalle, frz. épigénies, nennt man krystallähnliche Gebilde, welche nicht alle wesentlichen Eigenschaften eines Krystalls besitzen u. zwischen deren äußerer Form und innerer Masse ein Widerspruch stattfindet. Man unterscheidet zwei Hauptarten dieser Gebilde: die sog. Paramorphosen und die Pfeudomorphosen (s.d.); Afterkrystalle können z. B. aus Krystallen entstehen, welche in einer Umhüllung sich befinden, wenn der Krystall durch irgend welche Einflüsse entfernt und die leere Form durch eine neue Substanz erfüllt wird, oder ein neuer Stoff legt sich um einen vorhandenen Krystall an, ohne eine Veränderung der ursprünglichen Form herbeizuführen. 7½

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 49Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei

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