Ahle, f., 1. (Bot.), frz. putièt m., Iorier-putièt, mérisier à grappes, engl. bird-cherry, grape-cherry, Ahlkhirsche, Vogelpflaume, Traubenkirsche, Hohlkirsche, Heckenkirsche, Prunus padus, cerasus padus od. Padus vulgaris, Fam. Rosenblümler. Das Holz dieses Baumes hat weißlichen Splint, wird im Alter bräunlich, ins Schwefelgelbe spielend, seidenartig, ist ziemlich dicht, feingeadert, lang feinfaserig, hart, fest, zähe, aber nicht sehr dauerhaft. In Frankreich wird es als faux bois de Ste. Lucie vielfach verarbeitet. Es nimmt schöne Politur, Farbe und jeden Lack an und sieht zu Möbeln besser aus als Schwarzkirschen- und Weichselkirschenholz, indem ihm die feinen Poren ein fremdartiges Ansehen geben. Die Früchte dienen zum Rothfärben. M7. — 2. Ahle oder Pfrieme, frz. alénè, f., engl. awl, hier u. da gebräuchl. Benennung für den Spitzbohrer. Es giebt runde, viereckige u flache Ahlen. an n., früheres preußisches Hohlmaß zu Flüssigkeiten 1805 Kbam., circa 17 Quart ⸗ 23 sächs. Kannen.