Jäten, eine Gartenarbeit, welche die Beseitigung des Unkrautes zum Zweck hat, also derjenigen ein⸗ oder mehrjährigen wildwachsenden Pflanuen welche mit dem Dünger, durch den Wind, durch Vögel u. s. w. in den Boden gekommen sind und nun den Kulturgewächsen durch Entziehung von Nahrung, Luft, Licht und Raum zur Ausbreitung nachteilig werden. Zur Ausführung dieser Arbeit bedient man sich einer leichten Gartenhacke, des Jätemessers oder des Scharreisens. Handelt es sich um Paris,. 89. Unkraut, wie Greiskraut (Senéecio vulgaris), Vogelmiere (Alsine media), s 0 Nachtschatten (Solanum nigrum), Knöterich (Polygonum Convolvulus und aviculare) u. a., so wartet man, um zu jäten, warme und trockene Witterung ab, damit das ausgerottete Unkraut bald verwelkt und seine Lebensfähigkeit verliert. Perennierendes Unkraut dagegen, wie Quecke, Ackerwinde (Convolvulus arvensis), Saudistel (Sonchus arvensis) u. a. sollten nur nach einem Regen, wenn der Boden locker und milde, aber nicht schmierig ist, ausgejätet werden, damit die meistens tief gehenden Wurzeln leicht ausgezogen werden können. Hat sich das perennierende Unkraut schon stark ausgebreitet, so wird es am erfolgreichsten durch tiefes Graben im Herbst oder Frühjahr beseitigt, wobei alle Wurzeln sorgfältig auselesen und auf die Seite geschafft werden müssen. Am nachteiligsten wird das Unkraut auf Saatbeeten. Hier wird es am besten mit der Hand ausgezogen, doch muß der Boden einen gewissen Grad von Feuchtigkeit besitzen, den man ihm nötigenfalls durch Überbrausen gibt.