Aiguille, f., frz., 1. Nadel, z. B. Abbohrer und Räumnadel des Steinbrechers, die schwachen Steinbohrer des Steinmetzen etc. — 2. sehr spitzes Thurmdach; s. d. Art. Helm und Thurmhelm. — 3. Obelisk, Fiale und dgl. — 4. (Zimm.) Helmstange; aiguille pendante Hängesäule in sehr hohem Hängewerk. — 5. (Schiffb.) Auflanger. — 6.(Wasserb.) A. de pertuis heißen die Stäbe der rechenförmigen Stauschleusen u. die Nadeln der Nadelwehre, meist 1,60 bis 1,5 m. lang, 0,88s — 0,11 m. stark. — 7. A. de pont (Wasserb.), Jochpfahl der Jochbrücken. — S. A. d'hor1oge, der Zeiger. — 9. A. de changement (Eisenb.), die Zunge, Weichenschiene, Weichenzunge. — 10. A. aimant6e, die Magnetnadel.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 64Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei