angiehren, akt. Z. (Prov.), frz. assembler en onglet, für angehren; s. Gehrung. ungießen, akt. Z., 1. gepflanzte Gewächse, einen soeben eingegrabenen Pfahl ang heißt: die umgebende Erde begießen, damit sie sich inniger an den neu eingesteckten Körper anschließe und denselben in seiner Lage erhalte. — 2. Mit Blei etc. a.; eiserne Stempel, Geländersäulen etc., die in Stein eingesetzt werden, werden mit Blei od. anderem flüssigen Metall, Schwefel od. dergl., angegossen, damit sich die Oeffnung genau schließe; das Blei vertritt hier die Stelle eines Kittes; s. übr. vergießen. — 3. Eine Verzierung, einen Zapfen etc. an etwas a., beim Gießen des Hauptgegenstandes die Verzierung etc. aus derselben Form, also in einem Stück mitgießen; das nachträgliche A. sucht man thunlichst zu vermeiden, indem sich schon erkaltetes Metall schwer mit frisch geschmolzenem verbindet. Dennoch hat man neuerdings in der Eisengießerei (s. d.) das Vergießen von Schmiedeisen mit Gußeisen haltbar zuwege gebracht und auf diese Weise Fensterrahmen, Gebände etc. sehr zweckmäßig hergestellt. — 4. frz. engober, engl. to colour, Töpferwäaren vor dem Brennen mit Farberde begießen.