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BaukunstBau-Lexikon 1881

Anlage, f., 1. frz. disposition, f., vorbereitender erster Entwurf eines Risses, Grundidee, die demselben zu Grunde liegt; Anlage eines Grundrisses etc., s. Anordnung u. Eintheilung. — 2. (Stubenm.) frz. ébauche, Anlage einer Verzierung etc., erster Anstrich für dieselbe; auf der gestrichenen Grundfläche wird zu diesem Behuf die ganze Blätter- oder Rankenbreite mit einem Ton ausgefüllt, der dann als Lokalton dient, auf welchen die Lichter und Schatten nachträglich besonders aufgemalt werden. — 3. Gartenanlagen, Parkanlagen nennt man die Gesamtheit eines großen Gartens, Anlagen auch die Spaziergänge einer Stadt. — 4. frz. acerue, f., so viel wie Anschüdde, Anspülung, Anhägerung (s. d.). — 5. s. v. w. lothrechte Ebene zum Anlehnen für eine schiefe Fläche, z. B. die Mauer eines hohen Hauses bildet die A. für ein Pultdach. — 6. (Hochb. u. Wasserb.) frz. empattement, m., assise frz. reculement, engl. drawing-back, Horizontalprojektion, Fußlinie, Grundfläche eines Walles, einer Brustwehr, od. dgl. Das Verhältnis der A. zur Höhe dient als Maäß der Böschung (s.d.). — 8. (Forstw.) Ort, wo Holzhauer zur Arbeit angestellt sind. — 9. Anlag, Klammer, Narb, Arb, Krampe: an einem Hängeschloßbeschläge das Eisen od. Blech, durch dessen Oehr der Bügel der Haspe geht, in welchem der Schloßbügel eingehängt wird.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 112Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei

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