Anlauf, m., 1. des Wassers, frz. erue, f., Anschwellen eines Baches oder Flusses, auch der Ort, wo das Wasser anstößt. — 2. frz. adossement, m., talus, engl. batter, slope, bei einer wenig von der lothrechten abweichenden schrägen Fläche das Mäß, um welches dieselbe abweicht (s. übr. anlaufen A. 2); bes. wird der Ausdruck Anlauf für solche steile Böschungen gebraucht, auf deren oberem Ende ein lothrechte Fläche aufgelegt ist. — 3. Anlauf, frz. pente douce, engl. ascending, heißt aber auch eine wenig aufwärts steigende Fläche, eine kleine Rampe etc., etwa in dem Sinn wie Anfahrt, auch das Mäßfür eine solche Steigung, z. B. im Bergbau die Steigung eines Stollns. — 4. Im Kriegsbau die schiefe Ebene, welche das Bankett einer Brustwehr mit dem Bauhorizont, Wallgang oder dem Graben hinter der Brustwehr verbindet; unter 11:3 bis 1: 6 abgeböscht, manchmal der Raumersparnis wegen durch Stufen ersetzt. P2.] — 5. In Salzwerken der hintere, schräg aufwärts gehende Theil des Herdes unter den Zuglöchern. — 6. Anlauf als Glied, lat. apophysis, frz. congé d'en bas, cavet rampant, escape, f., naissance (d'un füt), engl. apophysis, ö lower shafferoon, lower conlauf, s. Fig. 205, dient alsBerbin- S dung zweier lothrechten Flächen, ssshchchog von denen die obere gegen die untere zurücksteht, wird aber immer mehr zu der zurückstehenden, in die er tangential übergeht, zu ge— — hören scheinen. Er kommt wie mfßfnnn sff sss der Ablauf bei der Säule und ch A h zwar am Untersaum des Schaf— N tes, auch sonst sehr häufig vor Fig. 205. Anlauf. und ist, wie dieser, nur da anzuwenden, wo man eine organische Verbindung der beiden betreffenden Flächen für zweckmäßig findet; wo sie aber ihrer Funktion nach gesondert bleiben müssen, würde seine Anwendung verfehlt sein. — 7. A. der Säge, s. Anlaufswinkel. — 8. s. v. w. Gewölbfuß, Anfall des Gewölbes, s. d. Art. Anfall. — 9. (Schiffsb.) s. Ansatz 3.