aktiv, α. J. die Verzierungen in der Baukunst werden inaktive und passive, oder organische und unorganische, oder auch motivirte und zufällige eingetheilt; die aktiven sind diejenigen, die blos verzierte Formen eines nothwendigen Bestandtheils sind, z. B. verzierte Fenstersohlbänke, Thürgewände u. dgl. Mehreres s. u. d. Art. Aesthetik u. Verzierung. — 2. (Kriegsb.) Unter aktivem Charakter einer Befestigung versteht man diejenige Eigenthümlichkeit der Anlage derselben, vermöge deren sie eine aktive Vertheidigung, d. h. offensive Unternehmungen gegen den Angreifer, zuläßt und begünstigt, wenn sie z. B. breite und wohlvertheidigte Wege zum Hervorbrechen — Ausfallen —besitzt. — Theile, Glieder eines Befestigungswerkes nennt man a., sobald sie vermöge ihrer Anordnung od. Konstruktion gestatten, daß eine vertheidigende Kraft — Feuerwirkung — von ihnen ausgeht, z. B. erenelirte Mauern, Dechargekasematten etc. P2.) — 3. (Masch.) Man unterscheidet auch zwischen aktiven und passiven Maschinentheilen; a. sind alle, welche zu Hervorbringung oder Fortpflanzung einer Bewegung dienen; passive: Gerüste, Zapfenlager, Schrauben etc. — 4. Im chemischen Sinn bedeutet aktiv so viel wie wirksam; d. i. denjenigen Zustand eines Körpers, in welchem er sehr leicht auf andere Körper chemisch verändernd einwirken kann. 3. B. freies Wasserstoffgas ist bei gewöhnlichen Verhältnissen indifferent, ohne Einfluß auf gewisse andere sauerstoffhaltige Substanzen; sobald aberWasserstoff im Augenblick des Entstehens (status nascens) solche sauerstoffhaltige Körper vorfindet, können diese in sauerstoffärmere Verbindungen umgewandelt etc. werden. .