Aufbereitung, f., der Erse frz. traitement, m., préparation f. des minerais, engl. dréssing the ores, Trennung der Erze von beigemengten fremdartigen Theilen auf mechanischem (nicht chemischem)- Wege. Man unterscheidet mechanische od. trockene A., frz. Ppréparation mécanique, engl. meécanical dressing, welche nur auf derbe und grob eingesprengte Erze anwendbar, von Menschenhänden verrichtet wird, u. künstliche oder nasse A., frz. Iavage m. des minerais, engl. washing the ores, tying, shaking, buddling. Die einzelnen Arbeiten der A. find folgende: 1. Aushalten in der Grube. Die zu groben Gänge werden zu Gangstücken zerschlagen, das Erzhaltige ausgesucht u. gefördert, das Taube zum Versetzen in der Grube behalten. — 2. Aushalten über Tage besteht in vollständigerer Absonderung des tauben Gesteins, der reichhaltigen von ärmeren Gängen, wozu mit 3—5 Pfd. schweren Fäusteln beim Treiberschacht oder Stollenmundloch die Gänge zerschlagen werden. — 3. Das Abläutern der Scheidegänge geschieht mittels eines Durchwurfes oder eines Reibesiebes trocken, oder mittels des Durchdrehens durch Drehsiebe mit Beihülfe d. Wassers. — 4. Das Reinscheiden. In einem hellen Zimmer sitzt jeder Arbeiter an seinem Scheideörtchen (engl. pal) vor der Scheidebank und sortirt die Scheidegänge auf einer Pochsohle in reiche Erze für das Trockenpochen, Pocherze für die nasse A., in Scheidemehl u. Berge. — 5. Läuter- und Klaubarbeit für das Grubenklein. Die mit Grubenschmand überzogenen Scheidegänge und das Ausschlageklein (vom Aushalten über Tage) werden im Handsieb unter Wasser in einem Faß ausgewaschen u. dann auf dem Klaubtisch sortirt. Der Wasservorrath (d. durch d. Sieb Gefallene) kommt zur Siebsatzarbeit, oder sie werden in Gerinnen, Läutergräben in durchfließendem Wasser durch Rühren gereinigt; unter Beihülfe von Maschinen geschieht das Läutern bei der sächsischen Fallwäsche, der Schemnitzer Reibegitterwäsche, der Härzer Rätterwäsche und dem siebenbürgischen Sprudelwaschwerk. — 6. Siebsetzarbeit. Diese beginnt mit dem Körnen, Zerkleinern entweder durch Handhammer (Quetsch-oder Matzarbeit) oder (sehrunzweckmäßig) mit dem Schwanzhammer, oder durch das Rösch- oder Schurerzpochen unter dem Naßpochwerk oder auf Erzmühlen, Quetschwerken. — Dann folgt das Reinigen des so gewonnenen Setzwerks durch einfaches Abspülen (Durchlassen) auf dem Durchlaßgefälle, u. dann das eigentliche Siebsetzen mit Handsieben, besser mit Setzmaschinen, die kontinuirliche Setzsiebe in Bewegung setzen. — 7. Behandlung der Pocherze oder nasse A. Die bei 4, 5 etc. erfolgenden Vorräthe, welche sehr klein sind oder nur sehr kleine Erztheilchen enthalten, werden nochmals zerkleinert, auf Pochwerken, dann läßt man sie in Graben od. Gerinnen absetzen. Hierauf erfolgt das Konzentriren mittels des Wasserstoßes, welcher die leichten Theilchen fortschlämmt, wozu man Schlämmherde, Schlämmgraben etc., auch Kehrherde, Kurzhérde, Glauchhérde, Planenherde od. endlich Stoßhérde u. Sichertröge, neuerlich auch rotirende Herde benutzt. — Die Vorrichtungen und Baulichkeiten, die bei der A. gebraucht werden, zu beschreiben, würde bei der großen Manchfaltigkeit derselben zu viel Raum fordern und verweisen wirdaher auf die betreffende Fachliteratur.