Aufbereitung heißt die Vorarbeit, welche mit bund ännisch gewonnenen Erzen vorgenommen wird, die nicht so rein (derb, gediegen, wie z. B. Eisenerze) gefunden werden, daß sie direlt verhüttet werden könnten, und deren Nebenbestandteile vor der Zugutemachung, als dieselbe hindernd, so vollständig als möglich beseitigt werden müssen. Diese auf mechan. Wege ausgeführte Trennung der wertvollen Erzteile von den nutzlosen Nebenbestandteilen (Gangarten) ist somit eine Konzentrationsarbeit, welche entweder ohne oder mit Zuhilfenahme von Wasser vorgenommen wird, daher trockene oder nasse A. Die trockene A. beginnt bereits in der Grube, wo zunächst die ganz tauben Massen, Berge, von den haltigen, erzhaltigen Massen geschieden und letztere wieder, oweit dies bei mangel Arb⸗ Beleuchtung möglich ist, sortiert werden in Derb⸗, Mittelerze, Pochgänge, je nachdem die einzelnen Stücke (Stuffen, Wände) das Erz rob⸗, mittel⸗ oder fein eingesprengt enthalten. über Tage wird die Trennung durch Ausschlagen und Scheiden weiter fortgeführt, indem Arbeiter mit mehr oder weniger schweren Hämmern (Ausschlag⸗, Scheidefäustel) die großen Wände soweit als nötig zerschlagen und die einzelnen Stücke auf das sorgfältigste in die oben erwähnten drei Erzklassen sortieren, nebenbei auch verwertbare Gangarten für sich halten. Die beim Ausschlagen und Scheiden gewonnenen derben Erze, deren Reinheit eine weitere A. unnötig macht, werden dem Hüttenmann entweder in Stücken (Stuffen) oder in gepulvertem Zustande übergeben. Das Zerkleinern der Derberze wird auf Walz⸗, Quetsch-oder Trockenpochwerken (s. Tafel: Metallurgie I. Fig. 2) vorgenommen. ittel⸗ und Derberze kommen zur nassen A., bei welcher mittels Maschinen und Wasser eine Sonderung des Erzes von der Gangart vollzogen wird. Die betreffenden Erze werden zunächst zerkleinert, entweder auf Walz-oder Quetsch⸗ oder in Naßpochwerken. Derb eingesprengte Erze werden ewalzt oder zerquetscht; das zerkleinerte Gut wird odann auf Plan⸗ oder Trommelsieben nach der Korngröße sortiert, die Gröbe durch Handarbeit (Klauben) möglichst rein in Taubes und Haltiges eschieden, das feine aber auf Setzsieben (Taf. I 0 3) gewaschen. Letztere sind Siebe, die dur aschinen oder Menschenkraft in Wasser auf⸗ und niederbewegt werden, wobei durch den Stoß des Wassers das auf dem Siebe liegende Gemenge von Gangart und Erz gehoben wird und die einzelnen Teile sich nach dem spezifischen Gewicht sondern. Das spezifisch schwerere Erz setzt sich auf den Boden, die wpez sch leichtere Gangart obenauf, sodaß ie abgehoben und so vom Erze getrennt werden kann. Fein er ieb⸗ und Erze, ferner alle die Produkte von der Sieb⸗ und Setzarbeit, welche durch diese nicht weiter verarbeitet werden können, werden in Naßpochwerken gepocht. Naßpochwerke, den Trockenpochwerken sen ähnlich das der P. unterscheiden sich von diesen dadurch, daß der Pochtrog, worin die Pochstempel aufschlagen, voll Wasser stehi und durch fortwährenden Zufluß von reinem Was⸗ — das klargepochte Erz fortgeführt wird. Das gasser mit den I ten Erzteilen (Pochtrübe) fließt in die sog.Mehlführung, die entweder aus langen, durch Scheidewände abgeteilten Gräben oder nebeneinander liegenden trichterförmigen Kästen (Spitzkastenapparate) besteht, in welchen sich nach der Schwere und Korngröße Erz⸗ und Gangartteilchen absetzen, und zwar am Anfang bei schnelllaufendem Wasser die schwersten und gröbsten und schließlich bei fast ruhig stehendem Wasser die leichtesten und feinsten. Das Verwaschen der Schlämme aus der Mehlführung, d. h. das Sondern der Erzteile von der fortzuschaffenden Gangart, tehend auf Herden, die entweder beweglich oder feststehend sein können. u diesem Zwecke werden die Schlämme aus der ehlführung genommen und mit Wasser zusammengerührt in Kästen oberhalb der Herde gebracht. Unter Zufluß von frischem Wasser läuft dieses mit dem Schlamme über die Herdfläche, indem eine besondere Vorrichtung, Teiltafel, oben am Herde für Die e Ausbreitung von Wasser und Trübe sorgt. ie schweren Erzteile legen sich oben an (Stirn des Herdes), die leichtern teils weiter unten, teils werden sie ganz mit fortgewaschen. Die Ablagerung der E wird bei den beweglichen Herden teils durch Drehung (Drehherd), teils durch Stoß, Stoßherd (Taf. I, Fig. 1) unterstützt, auf welch Schlämme verwäscht. Bei festliegenden Herden, auf denen besonders feine Schlämme konzentriert werden, wird oft durch Kehren mit Rutenbesen ein reineres Waschen der Erzschlämme erzielt. Das Verwaschen wird so oft wiederholt, bis die nötige Konzentration erreicht worden ist, und so lange als nicht der bei der nassen A. unvermeidlich hohe Verlust an Erz eine weitere Reinigung unmöglich macht. Durch genaues Studium der A., namentlich Verbesserung der Hilfsmaschinen, hat man in neuerer Zeit bedeutende Fortschritte gemacht, sodaß man auch sehr arme Erze noch mit Gewinn aufbereiten und somit schmelzwürdig machen kann. Vgl. 1867. 0 „Lehrbuch der Aufbereitungskunde (Berl. 1867, Nachträge 1871 u. 1873); derselbe, «Taschenbuch der Aufbereitungskundes (Berl. 1867, Nachtrag 1870); Gätzschmann, „Die Aufbereitungo (2 Bde., 25 1860—72). über A. von Steinkohlen s. Steinkohlen.