Bast, m., seltener n., frz. Iiber, livret, m., engl. bast (Bot.), innere zarte Rinde zwischen Borke u. Holz; sie besteht aus den Bastgefäßen der Gefäßbündel, deren Zwischenräume mit Zellgewebe (Parenchym) ausgefüllt sind, und bildet getrocknet eine weiche, zähe Masse, die sich leicht in bandartige Streifen theilen u. zu Stricken etc. flechten läßt; bes. eignet sich dazu Lindenbast. Rußland fertigt jährlich ca. 14 Millionen Stück Bastmatten im Werth von 3 Mill. Rubel und fällt dazu 1 Mill. Linden. Eine starke Linde giebt etwa 1 Ctr. B., aus dem man etwa 12 Matten gewinnt. Die Rinde wird längere Zeit in Wasser gelegteu. dann der B. abgetrennt. In den Bergwerken des Ural bestehen fast alle Stricke und Förderkörbe aus B. Die Matten werden entweder mit der Hand geflochten oder auf einfachen Stühlen gewebt. Vielfach verwendet wird in Südasien der B. des Papiermaulbeerbaumes; s. d. Art.