Bettstück, m. des Bugspriets (Schiffb.), der Theil des Bugspriets welcher auf dem Vordersteven aufliegt. VBettstuhl, n., frz. lit m. à fauteuil, engl. bedchair, s. Fig. 558. Vettung, k., 1. überhaupt jede solide Unterlage von gleichmäßiger Tragfähigkeit, bes.zu Aufstellung von Maschinen ae. — 2. (Wasserb.) frz. radier, engl. bed, bottom, auch Bettwerk gen., der Rost bei Schleusen u. Gerinnen, auch die Befestigung des Flußbettes Fig. 558. Bettstuhl. zwischen den Brückenpfeilern, frz. radier de pont, engl. pile-framing. Die Pfähle werden 70—856cm.von einander reihenweiseeingeschlagen; je 2 u. 2 derselben mit 1; —1,% m. langen u. 1225em. starken Holmen (Ueberlegern od. Kästen) wägerecht belegt, die man mit Dobeln oder Holznägeln befestigt; die Zwischenräume der Kästen werden nun mit Thonerde ausgestampft, dann auf die Kästen, entsprechend den Pfahlreihen, die Legden (25—30 cm. stark, 6090 em. von Mitte zu Mitte) aufgelegt, über welche die Kleybalken (30—35em. stark, 0,30 —1½0 mu. von Mitte zu Mitte entfernt, 710 em. tief) eingeblattet werden; quer über diese kommen noch 7—10 em. starke Bindehölzer. — 3. (Kriegsb.) frz. plateforme deébatterie, tabloin, m., engl. platform, Dielung oder Bohlung, welche die in den Batterien stehenden Geschütze erhalten, damit das Einschneiden der Räder u. des Schwanzes in den Erdboden beseitigt werde. Man unterscheidet volle u. Nothbettungen, unter den vollen wiederum gewöhnliche oder förmliche B., franz. pl. ordinaire, engl. common or réctangular p., u. schwälbenschwanzförmige oder geschwänzte B., franz. pl. en queue d'aronde, engl. benschwanzförmigen sind an der Brustwehr schmäler als nach dem Innern der Batterie, Verschanzung etc. Ferner sind noch zu erwähnen die zirkelförmigen Bien, frz. p. eireulaire, engl. traversing pl., für Küstengeschütze. Nothbettungen bestehen nur aus 4 in die Erde gegrabenen und befestigten Balken, deren obere Fläche mit dem Horizont bündig ist. Zwei von diesen kommen unter den Schwanz des Geschützes, die beiden anderen unter je ein Radzu liegen. Zu Herstellung der gewöhnlichen und schwalbenschwanzförmigen B.en werden 10—20 m. starke Balken, die Bat- oder Ripphölzer, eingegraben, durch Pflöcke befestigt und der so gebildete Bettungsrahmen, frz. Chassis m. de pl. mit Dielen oder Pfosten, den Batteriedielen, Bettungsbohlen, f. Pl., frz. madrier m. de plateforme, engl. platformplank, mittels der Batterienägel (s.d.) querüber benagelt. Zu Verminderung des Rücklaufes giebt man den Bien bisweilen eine geringe Neigung gegen die Brustwehr od. versieht sie am Ende mit einer querüber befestigten Faschine, einer sog. Hemmfaschine. Da, wo die B. an die Brustwehr stößt, legen manche Artillerien einen 20 bis 25 cm. ins Geviert haltenden Balken quervor, den Stoßbalken, gegen das Beschädigen der Brustwehrverkleidung durch die Räder beim Vorbringen des Geschützes.