Blechverzinnen, n. (Hüttenk.); behufs der Weißblechfabrikation wird das schwarze Eisenblech vorher durch Beizen und Scheuern gereinigt, dann, um das Kalziniren des Zinns zu verhüten, mit Unschlitt bestrichen; endlich wird im Blechverzinnungsofen, in welchen eine Pfanne eingesetzt ist, worin man das Zinn, in der Regel mit Zuthat von Blei oder Kupfer, schmilzt, auf welchem eine Lage Unschlitt, Pech od. Theer schwimmt, jedes Blech zweimal durch Eintauchen verzinnt, zum Ablaufen auf einen Rost über der Pfanne gelegt, dann in eine heiße, trockene Pfanne gebracht u., nachdem etwaige Tropfen Zinns erweicht sind, von der Schwarzwischerin abgeschliffen, mit Kleieglatt gerieben u. mit einem Hammer gleich gemacht, gerichtet.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 407Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei