Feedbruniren oder brüniren
NaturlehreBau-Lexikon 1881

bruniren oder brüniren, trans. 3.,frz. brunir, engl. to brunish, d. h. Glätten, Poliren von Metallarbeiten: geschieht wie folgt: man taucht Blutstein in ein mit Weinessig gesäuertes Wasser u. reibt damit das Stück stets in derselben Linie hin u. her, bis es schöne Politur u. metallischen Glanz zeigt, wäscht es dann mit kaltem Wasser, wischt es mit feiner Leinwand ab u. trocknet es langsam über einerPfanne mit glühenden Kohlen. — 2. frz. bronzer le fer, engl. to brownethe iron, s. v. w. braun beizen (s.d.). — Ein weiteres Verfahren ist folgendes: Man löst in 4 Gewichtsth. Wasser 2 Th. krystallisirtes Eisenchlorid, 2 Th. möglichst neutrales Antimonchlorid u. 1 Th. Gerbsäure auf u. streicht diese Lösung mittels eines Schwammes od. Lappens auf die blanke Eisenoberfläche, worauf man den Anstrich an der Luft trocknen läßt. Das Verfahren wird so oft wiederholt, bis die Färbung dunkel genug ist: dann wäscht man mit Wasser, trocknet mit Lappen ab und reibt die Fläche zuletzt mit etwas Oel ein. S½o.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 535Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei

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