Böschungsebene, Böschungsfläche, k., frz. plan m. rampant, parement de déblai, engl. plane of a slope, slope, nennt man im allgemeinen jede natür- oder durch Kunst hervorgebrachte geneigte Ebene, besonderen aber die steileren darunter. Die lothrechte Entfernung OB Fig. 819 der Spitze von der Grundlinie Böschungshöhe (Tiefe od. Gefälle); die wägrechte Entder Spitze bis zum Fußpunkt, also die Länge der Grundlinie, AB, heißt Böschungsfuß od. Böschungsanlage, frz. du talus, reculement, engl. base, drawing-back, Ausladung, Fuß, Vorsprung gen. Das Verhältnis heißt das Böschungsmäß, frz. mesure d'adossement, engl. batter, slope. Der Winkel BAC „welcher Grundlinie und der Böschungslinie C, frz. ligne talus, engl. sloping-rule, gebildet wird, heißt der Böschungswinkel, Anlage-, Steigungs-oder Neigungswinkel, inclinaison f. des talus, engl. gradient of slope; der A (B, den sie gegen die Lothrechte macht, Anlauf jedoch Anlauf 2 u. 3). Beide richten sich nach dem Maaus welchem die B. aufgeführt wird, und nach den Erschütterungen 2c., denen dieselbe etwa ausgesetzt ist. Der den lose aufgeschüttetes Material gegen die Horimacht, die natürliche Anlage, für feuchten Quellsand Grus und kleine Kiesel ... 36 klare, trockene Gartenerde. . . 37° trockenen, klaren Lethm. . 40 trockene, klare Thonerde . . . 45 trockenes Kalkpulver. .. 50% feuchte oder bewachsene Gartenerde 500 feuchten Lehmboden... 55 Bei Straßen-oder Eisenbahndämmen und bei Deichen an starkflutenden Gewässern 2c. darf man die B. eigentlich nie steiler als 382 gegen die Horizontale geneigt machen, selbst bei ganz ruhig stehenden Erddämmen darf dieser Neigungswinkel nie 45übersteigen, bei lockerem Erdreich muß man sogar bis zu 20 herabgehen. Bei steileremWinkel muß man die B. mit Rasen belegen od. eine Futtermauer aufführen; aber auch dieser giebt man in der Regel B.; s. darüber d. Art. Futtermauer. Je nach der Neigung einer (Erd-) Böschungsfläche gegen die Horizontale giebt man der Anlage die Namen; einfache, zweifache etc. od. einfüßige, zweifüßige etc. B., d. h. eine B. ist zweifach angelegt, wenn die Basis A t .5 C.; dreifach: wenn A B 3. B Oist; anderthalbfach— wenn AB = 1,5 BC ist u. s. f. Bei nicht sehr bindigem Boden giebt man Flußufern etc. meist 3- bis 4fache Böschungsanlage; bei Gräben etc., deren Wasser keine zu große Geschwindigkeit hat (bis zu dem relativen Gefälle ,) und deren Ufermaterial aus bindigem Boden besteht: 1- bis 2fache Anlage. Böschungen der Dämme u. Einschnitte für Eisenbahnen werden für Boden- u. Geröllmassen grundsätzlich als 1½füßige, besser 1½fache B.en ausgeführt. Soll das Neigungsverhältnis ein von diesem abweichendes werden, so ist dies in jedem einzelnen Fall durchEmmittelmn des natürlichen Böschungswinkels (soben) zu begründen. Im allgemeinen können Abtragsböschungen etwas steiler sein als Auffüllungsböschungen. Für Felseneinschnitte hängt die Böschungsneigung ganz von der Standfähigkeit, den Lagerungsverhältnissen etc. der Felsmassen ab. V7.) Büschungsabsatz, m., s. d. Art. Berme.