Bosse, f., auch Bossen, m., auch fälschlich Bosten oder gar Posten, un. „Buchel, frz. bosse, bossétte, f., engl. boss, ital. gobba, lat. nodus, eigentlich s. v. w. rundlicher Körper, daher 1. ein rohes, aber zu Verarbeitung nach künstlerischer Form bestimmtes Stück Material. — 2. Ein an bearbeitetem Stein behufs späterer Ausarbeitung oder Handhabung oder, wie bei einigen der Bossagearten, für immer, oder zu Kontrole der Tiefe der Abarbeitung, zum Anfassen für die Steinzange beim Aufziehen etc. stehen gelassener roher Theil. — 3. Rundlich, halbkugelähnlich in seiner Hauptform erscheinendes Stück, z. B. Schlußstein, Abhängling oder auch jeder andere Knauf.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 460Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei