Brunnenröhre, f., Grunnenhandel, n., frz. tuyau, engl. pipe, ital. doccio, span. atanor, Röhren, in denen bei natürlichen Brunnen das Wasser geleitet, bei künstlichen Pumpbrunnen aufgepumpt wird. Sind mehrere Röhren nöthig, so unterscheidet man Unterröhen u. Oberröhren od.“ Pfosten, Brunnenposten; die an einer Brunnenieitung heißen Erdröhren. — 1. Von Holz, mindestens 25 cm. äußerlich stark, 10 em. weit ausgebohrt; die am Posten anzubringende Auslaufstülle muß mindestens 0,85 meüber das Pflaster zu stehen kommen, während die Höhe über der Tülle noch 28— em. beträgt. Sie werden gewöhnlich von Erlen-„Kiefern-od. Eichenholz 4—6 m.lang gemacht; wenn der Brunnen so tief ist, daß man mehrere braucht, so werden sie entweder, indem man die eine zuspitzt, in ein ander geschoben od. durch eiserne Zwischenröh ren (3runnenbüchsen) von 7—10 em. Länge Venden — 2. Von Thon, meist 0,J%—0,s, m. lang, 7—13 em. im Lichten weit, bei 2—2 ½ em. Wandstärke sehr zweckmäßig, wenn gut gearbeitet. Gewöhnlich wird der hierzu verwendete Thon zuerst in Platten geschlagen, aus denen man über Holzkernen Röhren formt, wobei die Seitenenden der Thonplatten blos durch die Hände vereinigt werden. Besser sind die auf der Maschine gepreßten; . Thonröhren. Die ausgepreßte Röhre wird mittels eines Drahtes abgeschnitten, an der Luft getrocknet, über hölzernen Kernen geglättet, mit Anstößen oder Fassungshülsen, Muffen, versehen, glasirt u. gebrannt. — 3. Von Blei; diese werden entweder aus Tafelblei geformt oder aus dem Ganzen gegossen und verlöthet, sind aber ungesund ßeiserne, höchstens 10 em. weit, 1¼ — ½ em. stark, 0,83„ — 1, m. lang, in einander geschoben od. zusammengeschraubt, zerfrieren leicht. — 5. Sandsteinerne, 02 0,5 m. lang, werden verkittet, halten gut, säuern aber leicht.