Bugspriet, Zogspriet, Boogspriet, n. (Schiffb.), frz. beaupré, m., engl. bowsprit, span. bauprés, der über der vorderen Biegung (Bug oder Vordertheil) eines Schiffes sich unter einem Winkel von 30—34 gegen den Wasserpaß neigende Mast. Die Länge des aus dem Schiff hervorragenden Theils ist gleich der größten Breite des Schiffes, seine Dicke gleich der des großen Mastes, die nach vorn um ½ abnimmt. Er wird am hinteren Theil noch durch die Bugsprietbacken, frz. taquets, violons m. pl. du béeaupré, engl. bowsprit-cheéeks, Ppl., verstärkt, durch die Bugsprictsorring, frz. Eureé du b., engl. gammoning eof the b., d. h. zwei umgewundene Seile an den Vorsteven, durch das Schwingtau u. eiserne Bolzen an den großen Balken des Schiffes befestigt.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 549Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei