Asteriscus (grch. dorepiooc), d. i. Sternchen *„ nannten die griech. Grammatiker ein kritisches eichen, welches von Aristophanes von Byzanz Stellen 0 inn, von Aristarch und andern Kritikern nach ihm aber solchen Stellen, die wiederholt vorkommen, da beigefügt wurde, wo sie ihm am richtigen Platze zu sein schienen; dagegen setzte man da, wo sie am unrechten Orte wiederholt wurden, den Stern verbunden mit dem Spieß, dem Obelos oder Obeliskos (— oder 15), d. den Zeichen, welche, allein gesetzt, eine Stelle als unecht, also als zu tilgen bezeichnen sollten. Nach dem Vorgange des Origenes in dessen Hexapla setzte dann Hieronymus in seiner rer den A. den Stellen bei, die zwar in der Ubersetzung der Septuaginta fehlen, aber im hebr. Urtert stehen, den Obelos, wenn das Umgekehrte der Fall war. Gewissermaßen diente so diesen Kirchenvätern der A. zur Bezeichnung von Lücken (in der einen Vorfalls wozu derselbe von alten Grammatikern ebenalls verwendet worden sein soll. Auch in neuern bdrücken älterer Schriften bedient man sich eines oder mehrerer Sternchen zur Andeutung einzelner Lücken im Texte. Noch häufiger aber werden jetzt Sternchen und Kreuze gebraucht, um auf Anmerkungen unter dem Texte zu verweisen. Seitdem man angefangen hat, die Bogenzahl der Druckschriften durch arab. Ziffern zu bezeichnen, pflegt man das zweite Blatt des Bogens durch einen der Bogenzahl beigefügten A. bemerklich zu machen. sterismus nennt man den nach bestimmten Richtungen hin ausgesandten eigentümlichen Schein, welchen einige Mineralien im auffallenden oder durchgehenden Lichte erkennen lassen. So zeigen manche halbkugelig quer über die Hauptachse geschliffene Fard stalle einen weißlichen, aus sechs Strahlen bestehenden Stern, eine Erscheinung, welche durch den Aufbau der Krystalle aus zahlreichen Zwillingsblättern hervorgebracht wird. Fein-I. e Mineralien, wie Faserkalk, Fasergips, weien, Halbtu elig geschliffen, einen wogenden oder schielenden Lichtschein auf. Bei andern Mineralien wird der A. dadurch erzeugt, daß fremde 1oder oder nadelförmige Mineralkörper in paralleler oder sonst gesetzmäßiger Stellung in ihrer Masse eingewachsen sind, wie bei dem Amiantfasern enthaltenden sog. Katzenauge, einer Varietät des Quarzes. Wohl den schönsten A., einen scharfen, sechs⸗ oder zwölfstrahligen Stern, bietet der Glimmer von South-Burgeß in Canada dar, wenn man durch ihn auf eine Kerzenflamme blickt; die Ursache ist auch hier die Gegenwart von sehr zahlreichen nadelförmigen Krystallen, vermutlich einer andern Glimmerart angehörig, welche sich unter bestimmten Winkeln durchkreuzen.