Athämas, Sohn des Aiolos (s. Aolus) und der Enarete, König der Stadt in der na los benannten Ebene bei der Stabt Alos oder Halos in Thessalien oder in Böotien am Kopaissee oder in Orchomenos, zeugte mit der Nephele den Phriros und die Helle, und mit Ino, der Tochter des Kadmos, den Learchos und Melikertes. Ino verfolgte die Kinder der Nephele und bewirkte durch List und Trug, daß 54 (und Helle) dem Zeus geopfert werden sollten; Nephele, die Wolkengöttin, entrückte Wließ ihre Kinder auf einem Widder mit oldenem Vliese. A. und Ino wurden von Hera verolgt, weil sie den ihnen vom Hermes übergebenen Dionysos auferzogen; A. wurde in Raserei versetzt, odaß er seinen Sohn Learchos tötete und Ino verolgte, welche sich mit dem Melikertes ins Meer stürzte. Mit Blutschuld beladen und deshalb aus Böotien flüchtig, begab sich A. nach Phthiotis in Thessalien, wo er sich mit Themisto, der Tochter des Hypseus, vermählte. Auch die Kinder ein schrec- und ihre Mutter nahmen nach Euripides ein schreck liches Ende. Nach einer andern Sage sollte A., König zu Alos oder Halos, dem dero selbst geopfert werden, und ward nur (nach Herodot) durch die Ankunft eines Sohnes des Phrixos oder (nach Sohokles) durch die des Herakles gerettet. Noch in hitor. eit bestand ein Brauch in Alos, der nur aus Menschenopfern sich erklären läßt, welche der Mar Laphystios Hanzuie und von denen in diesen ythen ein Nachklang sich erhalten hat. Der jedesmalige Alteste aus dem Hause der Athamantiden war dem Zeus Laphystios als Opfer bestimmt. Doch gelang es manchem, sich durch die Flucht zu retten; an sein Stelle trat dann ein Widder, wie ein Widder auch den Phrixos gerettet hatte. Die Mythen von A. sind besonders durch die tragischen Dichter vielfach erweitert und verändert worden.