FeedAölus (grch. Aiolos)
Sagen & MythenBrockhaus 1882

Aölus (grch. Aiolos), der Sohn des Hellen und der Nymphe Orseis, ein Enkel des Deukalion und Bruder des Doros und n, . war einer der Stammyäter des griech. Volks und der Gemahl der Enarete, die ihm sieben Söhne und fünf Töchter gebar, auf welche die Gründung äol. Städte und Staaten in Griechenland zurückgeführt wurde. Diodor, der die vers hiedenen Mythen in zusammenhängende Geschichte umbildete, erzählt, es habe drei Personen dieses Namens gegeben: einen Sohn des Hellen, den Vater des Mimas und Großvater des Hippotes, welchem letztern Melanippe einen zweiten A. gebar. Die Tochter dieses zweiten A. gebar dem Neptun den dritten A. und den Böotos, welche sich auf den Inseln im derb Meere, namentlich auf Lipara, niederließen. Dieser angebliche dritte A. ist der ursprünglich mit dem sagenhaften Stammvater der Äoler nicht zusammenhängende Windgott A. Die genealog. Beziehung, in welche derselbe mit dem Stammvater der Aolier (s. d.) gebracht wurde, knüpft an die Erzählung des Homer an. Bei diesem ist A. nicht ein Windgott, sondern der glückliche Beherrscher der Rolischen Insel, unter der man später gewöhnlich eine der Liparischen —n verstand, die auch die Äolischen hießen, ein ohn des Hippotes und vom Zeus zum Lenker der Winde bestellt. Zu ihm kam auf seinen Irrfahrten Odysseus. Nach Virgil wohnte er auf Lipara und ward durch die Gunst der Hera zum Gott und König der Winde, welche er in einer Berghöhle verschlossen hielt. 2 Non (grch. alchv, lat. aevum) bedeutet eigentlich Zeitraum, Lebenszeit, Weltalter, auch Ewigkeit. In einem besondern Sinne reden die Gnostiker, namentlich der Alexandriner Basilides, von Äonen, d. i. von Kräften, die vor aller Zeit aus Gott ausgeströmt (emaniert) sind und als Substanzen, als Geister, cristieren. Ronen heißen sie entweder wegen b se Teilnahme am ewigen Sein Gottes, oder weil sie den verschiedenen Weltzeiten und Weltordnungen vorgesetzt gedacht wurden. (S. Gnosis.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 746Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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