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GeschichteBrockhaus 1882

Aubusson (Pierre d') anAdel des Johanniterordens, aus altem franz. Adel, wurde 1423 geboren, nahm, nachdem er bereits, den allerdings unzuverlässigen und miteinander kollidierenden Nachrichten demer Biographen zufolge, unter König Albrecht II. den Kriegszug gegen die Türken in Ungarn mitgemacht und sodann im engl.⸗franz. Kriege unter dem Dauphin mit Auszeichnung gedient hatte, an dem Zug der Ctelnung a gegen die Schweizer teil. Seine histor. Stellung aber errang er in dem Johanniterorden. Als Komtur von Senlis wußte er nach dem Falle Konstantinopels (1453) Karl VII. von Frankreich zu der Erhebung eines Zehnten von allen Kirchengütern für den Turkenkrieg zu beween; 920 erhielt er vom Könige eine namhafte umme (16000 Goldthaler) für den Johanniterorden. Solcher und anderer Verdienste wegen wurde er 1467 in den engern Ausschuß seines Ordens zur Verwaltung des Schatzes aufgenommen, erhielt die Aufsicht über den Festungsbau in Rhodus, wurde zum Großprior von Auvergne und 1476 zum Großmeister seines Ordens ernannt. In dieser Stellung zeichnete er sich bei der Verteidigung von Rhodus gegen Mohammed II. im Mai 1480 aus. Diese Verteidigung hat A. hen in einem Berichte an Kaiser Friedrich III. dargestellt: De servata urbe praesidioque suo, et insigni contra Turcas vietorias (Frankf. 1602). A. wurde 1489 zum Kardinal ernannt und ½7 13. Juli 1503. Vgl. Bonhours, Mistoire de Pierre d'A.d (Haag 1676; neue Aufl. 1806). A. u. 0o., Abkürzung für Anno urbis conditae (s. A. U.), auch für ab urbe condita.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 170Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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