FeedBacon (John)
Bildende KunstBrockhaus 1882

Bacon (John), engl. Bi dhauer geb. 24. Nov. 1740 zu Southwark, kam zu einem Porzellanfabrikanten in die Lehre, wo er bald durch sein Talent für die Porzellanmalerei und durch seine Kunstfertigkeit, Figuren aus Thon herzustellen, die Aufmerksamkeit einiger Bildhauer auf sich zog. Nachdem er von einer Lebenwecte welche die Ermunterung junger Talente bezweckte, zehnmal einen Marz erhalten, begann er in seinem 23. Jahre in Marmor zu arbeiten und erhielt schon 1768 die Id er Medaille der königl. Akademie, deren Mitglied er 1770 wurde. Eine Statue des Mars vollendete ++* allgemeinen Ruf. Zu seinen or9 Ebathar erken gehören die Denkmäler des Lord Chatham und des Lord Halifax in der Westminsterabtei; ferner die Statuen Blackstones zu Oxford, Howards und Johnsons in der Paulskirche, sowie auch zwei Büsten Georgs III. im Christ⸗ Diöliothel zu Oxford und in der Universitätsbibliothek zu Göttingen. B. besaß eine Pobn technische Geschiclichteit in Marmor⸗ und! und Didakctter und war auch als Fabeldichter und Didaktiker nicht ohne Verdienst. Er starb 7. Aug. 1799 zu London. Bäaes (spr. Bahtsch) oder Bäcska, offiziell Baäcs-Bodrog, ein ungar. Komitat, das zwischen der Donau und Theiß liegt, auf drei Seiten von diesen Flüssen, nördlich aber von den Komitaten Pest-Kleinkumanien und von Csongrad begrenzt wird und auf einem Flächenraume von 10285 akm (1880) 511881 C. zählt HOer 576 149 im J. 1869, Abnahme 11 Proz.). Der Landstrich ist einer der Otbarteisn nicht nur durch seine na-n türliche Fruchtbarkeit, sondern auch durch die Lage an den beiden Hauptflüssen Ungarns. Die Einwohner betreiben darum auch einen sehr lebhaften Handel, namentlich mit Getreide. Die Bevölkerung des Komitats ist jedoch eine sehr gemischte; 0 besteht etwa aus 214 990 Ungarn, 150600 Deutchen, 135000 Slawen, und zwar: 76782 griech.⸗ orient. Serben, etwa 20 470 röm.⸗kath. Serben, d. i. Bunyeväczen oder Schokatzen, 40000 luth. Slowaken; ferner etwa 12000 Juden, in geringer Anahl Ruthenen (Rußniaken), Griechen, Rumänen, Aigeuner Die Ungarn sind Kufalls fatholi und Pratenanten Augsburgisch ebenfalls katholisch oder Protestanten Augsburgischer Konfession. B. zählt 3 königl. Freistädte: Szabadka oder Maria-Theresiopel, Zombor und Neusatz, 24 Marktflecken, 102 Dörfer und 31 +1m oder Meiereien, somit insesamt 160 Wohnplätze. Der Sitz der Komitatsbe1 ist Zombor. — Der Marktflecken Bäcs, woer das Komitat seinen Namen führt, zählt 3000 E., die guten Rotwein und viel Obst bauen. Baesänyi (spr. Batschaanji, Jänos [Johann!]), ungar. Schriftsteller und Dichter, geb. 11. Mai 1763 u Tapolcza im Szalader Komitat, studierte zu Ve prim, Odenburg und Pest, wurde hierauf Erzieher im Hause des Generals Orczy, in welcher Zeit er seine erste Arbeit: & magyarok vitézsége (Die f n der Ungarno, Pest 1785), veröffentlichte. Noch in demselben Jahre in Kaschau zum Kameralverwaltungsbeamten ernannt, gründete er ensuft im Verein mit Baroti und Kazinczy die — reiche Zeitschrift Magyar Nuseumv (Kaschau u. Pest 1788—95). B. ward 1793 infolge eines freisinnigen Gedichts seines Amts entsetzt und 1794 wegen Teilnahme an der Verschwörung Martinovichs nach dem Spielberg abgeführt, auf dem er bis 1796 saß. Nachdem er die Freiheit wiedererlangt, trat er der Redaktion der Zeitschrift ⸗Magyar Minervay bei und kam dann nach Wien als Konzipist zum Bankdirektorium. Als die Franzosen 1809 Wien einnahmen, übersetzte B. Napoleons I. Proklamation an die Ungarn, weshalb er später sich enötigt sah, nach Paris zu fliehen. Infolge des Ler Friedens wurde er ausgeliefert und +*„ inz zum Aufenthalt angewiesen; doch durfte er bis an fein Lebensende die sranz. ension beziehen. Er Uehe in Linz 12. Mai 1845. B. gab, nebst andern rbeiten, in der letzten Zeit seine Gesammelten Gedichter (Pest 1827; 2. Aufl., Ofen 1835) heraus. Er ist einer der ersten be eisterten Vertreter der 1 „Revolutionsideen in Ungarn. Hierdurch und urch seine 4. —Sem Arbeiten wirkte er auf seine Zeitgenossen. — Seine Gattin, Gabriele B., geborene Baumberg, geb. 1775 zu Wien, gest. 24. Juli 1839 zu Linz, hat sich durch Gedichte (Wien 1800) und das Gedicht Amor und Psyche (Wien 1807) bekannt gemacht. Baeserkanal, s. unter Theiß. [(Bäcs.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 334Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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