Bacska (spr. Bahtschka), ungar. Komitat, s. Baeterien nennt man im weitern Sinne in der Botanik eine 17 Abteilung der Pilze, deren Vertreter wohl die kleinsten vegetabilischen Organismen sind, die man überhaupt kennt; sie spielen als Gärungs⸗, Fäulnis⸗ und Krankheitserreger eine sehr wichtige Rolle in dem Gesamthaushalte der Natur. Man bezeichnet diese Pilzgruppe jetzt meist als Spaltpilze oder Schizomyceten (s. d.). Im engern Sinne versteht man dagegen unter B. meist nur die verschiedenen Arten der Gattung Bacterium. Die hierzu gehörigen Pilze sind sehrkleine ellipsoidische oder kurz cylindrische Stabchen, die etwa 0,ooe mm lang werden, nicht kettenförmig zusammenhängen, sondern einzeln oder paarweise leben oder auch in größern Massen in einer Schleimhülle eingebettet liegen. Die einzelnen Zellen haben meist eine lebhafte bnn rat allen Hierher gehört unter andern das bei fast allen Fäulnisprozessen tierischer oder pflanzlicher Substanzen massenhaft auftretende Bacterium Termo Hhrb., welches während der Fäulnis sich ungeheuer vermehrt und wohl als das eigentliche Ferment derselben zu betrachten ist. Ferner gehört hierher der gewöhnlich als Mycoderma aceti Pasteur bezeichnete Pilz, der den größten Bestandteil der sog. Essigmutter (s. d.) ausmacht und durch dessen Einwirkung die ast. gärung, d. h. die Umwandlung von Alkohol in Essigsäure vor sch geht. (S. E Flau rikation.) Auch die Erscheinungen des Blau⸗ und Gelbwerdens der Milch werden durch Arten der Gattung Bacterium hervorgerufen. Eine Krankheit der Seidenraupen, die als Gattine oder Pebrine bekannt ist, wird ebenfalls durch einen hierher gehörigen Pilz, Noséẽma bombycis Nag., veturfacht. Mit dem Gattungsnamen Amylobacter (Amylobacterien) sind neuerdings eine Anzahl B. bezeichnet worden, die im Milchsaft faulender milchsafthaltiger Pflanzen vorkommen und die sich von den übrigen B. dadurch unterscheiden, daß sie sich 1Hπ Stärkemehl (Amylum) bei Einwirkung von Jod blau färben, daher auch der Name.