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ErdkundeBrockhaus 1882

Bangor, Stadt im County Penobscot im nordamerik. Staate Maine, am Zusammenfluß des Penobscot und des Kenduskeag, etwa 90 km vom Meere, mit einem den größten Seeschiffen zugänglihe trefflichen und geräumigen Hafen. Die eigentliche Stadt liegt auf beiden Ufern des Kenduskeag, und eine über 400 m lange Brücke über den Penobscot verbindet sie mit der Vorstadt Brewer. Die Straßen sind breit, mit herrlichen, schattengebenden Ulmen bepflanzt, die voll. Zu und die öffentlichen Gebäude geschmackvoll. Zu den letztern geören 17 Kirchen, das aus massivem Granit aufgeührte Zollgebäude, die große Markthalle und das auf einer die Stadt überragenden Anhöhe erbaute theol. Seminar, welches indessen bei einem geringen Lehrerpersonal nur wenig Studenten und eine Bibliothek von etwa 15000 Bänden hat. Die städtische Bibliothek zählt 11000 Bände. B. zählt (1880) 16 857 E. hiß des egenüberliegende Brewer). Bis zum Abschluß des Zollvertrags zwischen den Vereinigten Staaten und Canada (1854) war B. der wichtigste Hafen für Bretter-ISchindeln⸗ und Lattenausfuhr; jetzt steht es in diesem Artikel nur hinter Chicago zurück. Die ahlreichen Zuflüsse des Penobscot werden zur Heranößung der Erzeugnisse der Waldindustrie benutzt. Gegen 2000 Fahrzeuge vermitteln während der acht oder neun Monate des Jahres, während welcher der Hafen eisfrei, den Handelsverkehr der Stadt. Eisenbahnen verbinden B. mit Portland, Augusta, Bath, Belfast und Waterville. Mit Boston, Portland und den Ortschaften am obern Laufe des Penobscot findet ein regelmäßiger Dampfbootverkehr statt. Neben dem . Rot chäft h½4⁷ noch ansehnliche EHDie Eundt 6 öbelfabriken und Schiffbau18 ie Stadt besitzt neun Deposit⸗ und zwei parbanken. Ihre 53 öffentlichen Schulen gehören zu den besten im Staate.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 434Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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