Barnum (Phineas Taylor), vielgenannter amerik. Spekulant, geb. 5. Juli 1810 in Bethel im Staate Connecticut, kam nach verschiedenen Kreuz- und Querfahrten 1840 nach Neuyork und kaufte hier Scudders Amerikanisches Museum, eine Sammlung aller möglichen Kuriositäten. Er begründete seinen Ruf durch Ausstellung der angeblichen Amme Washingtons, einer alten Schwarzen, des sog. Meerweibchens, einer Büffeljagd durch Indianer und des Zwerges Tom Thumb. Seine berühmteste Spekulation jedoch, die ihn auch in Europa bekannt machte, war das Engagement der Jenny Lind, welche er im Herbst 1850 nach den Vereinigten Staaten brachte. Diese gab hier 93 Konzerte für ihn und erhielt dafür (nach seiner eigenen Erzählung), außer freier Reise, 208 675 Doll., während B. sachst 235.486 Doll. für sich einnahm. Später hielt B. in seinem Museum eine Kinderschau (Baby show) ab, bei welcher das schönste und gesündeste Kind mit einem Preise gekrönt wurde, dann eine Hundeschau, die auch in Europa Nachahmung fand. Doch verwickelte er sich in unglückliche Spekulationen, sodaß er sein ganzes Vermögen verlor. Erst neuerdings ist er wieder vor die Offentlichkeit getreten. B. ist auch Mäßigkeitsapostel und hat Vorlesungen über die Kunst reich zu werden und über den Duubug (s. d.) 3 1855 B. hat eine Autobiography (Neuyork 1855) veröffentlicht, von der auch deutsche hoinumen erschienen sind; derselben folgten The humbugs of the worldo (Neuyork 1865) und «Struggles and triumphs v (Hartford 1869).