FeedBassethorn (Corno di basetto)
MusikBrockhaus 1882

Bassethorn (Corno di basetto), ein tonreiches weiches Blasinstrument, wegen seiner Biegung auch Krummhorn genannt, wurde 1770 zu Passau erfunden und durch Th. Lotz in Preßburg (um 1782) verbessert. Das B. ist eigentlich eine größere Klarinette, indem es derselben, die Biegung abgerechnet, sowohl hinsichtlich der Form als der Applikatur und der technischen Behandlung gleicht. Das B. wird mit dem Schnabel angeblasen und besteht, außer diesem, wie die Klarinette, aus Birne, zwei Mittelstückchen und Stürze, welche, abweichend von der Klarinette, aus einem Windkasten hervorspringt. Neben den 15 Tonlöchern der Klarinette besitzt das B. auch alle durch die neuere Technik an jenen angebrachten offenen und verdeckten Klappen, wozu noch zwei außerordentliche für Eund 6 kommen. Sein Umfang erstreckt sich von E bis zum dreimal gestrichenen C in chromatischer Folge, der Ton erklingt aber jedesmal eine Quinte tiefer, als er geschrieben ist, sodaß also seine Notierung vom kleinen Cbis zum dreimal gestrichenen G geschehen muß. Von Mozart ward das Instrument sehr wirlungsvoll benutzt, später weniger. Anweisungen für das B. schrieben Backofen und Müller.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 544Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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