Bassia L., Pflanzengattung aus der Familie der Sapotaceen. Die etwa 30 Arten derselben, Ostindien und den Inseln des Indischen Archipels angehörig, sind Bäume mit blattwinkelständigen, in Büschel gestellten Blüten, die einen vierteiligen Kelch, eine acht⸗ bis zwölfblätterige Blumenkrone und zahlreiche Staubgefäße haben. Die Früchte sind kugelige oder eiförmige fleischige große Beeren, in deren Innerm die sehr viel Fett enthaltenden Samen sißen. In den Blättern und Stämmen finden sich reichliche Mengen von Milchsaft. Aus den Samen einiger Arten wird ein butterartiges Fett gewonnen, indem man dieselben zerkleinert und auspreßt oder auskocht; dasselbe bildet 10 die Eingeborenen ein wichtiges Nahrungsmittel und findet auch technische Verwendung, hauptsächlich seitdem die europ. Kolonisten darauf aufmerksam wurden. „B. butyracea Roæb. liefert die Shea-Butter, B. longifolia L. und B. latifolia Nilld. das Illipe-Ol oder die Mawah-Butter. In den europ. SHandel kommen große Quantitäten dieser Bassiafette und werden vorzugsweise zur Seifenfabrikation verwendet und auch wegen ihres bedeutenden Gehalts an Stearinsäure bei der Herstellung von Kerzen benutzt. Die Shea-Butter wird als die bessere Sorte, die Mawah-Butter oder das Illipe-Ol als die geringere angesehen. Eine der Gattung B. jedenfalls nahe verwandte Art, die jedoch botanisch noch nicht genau beschrieben ist, der sog. Uder Weilant-Butterbaum, ein hauptsächlich an der Westküste und im Innern Afrikas vorkommender Baum, liefert die Galam-Butter, die ebenfalls für die Eingeborenen ein wichtiges Nahrungsmittel ist. Die Galam-Butter soll sich lange Zeit ohne Salz halten und auch weißer, fester und schmackhafter sein als die Butter aus o Part al Diese Pflanze wurde zuerst von Mungo Park als die Stammpflanze der Galam-Butter angeführt und von einigen Botanikern zur Gattung B. gezogen, doch ist es wahrscheinlicher, daß sie der mit B. nahe verwandten Gattung Lucuma angehört.