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BaukunstBrockhaus 1882

Bastards, Volksstamm, s. unter Hottenastar 0 rz. serrure batarde, engl. bastard-lock), an manchen Orten Schnippschnapp genannt, eine meist nur für eintourige Schlösser der Einfachheit wegen angewendete Konstruktion, die indes infolge der Art der Riegelbewegung weniger haltbar ist und dem unbefugten Offnen geringern Widerstand ——— ensetzt als ein utgebautes Schloß der gewöhn hen Art. Im Ge ensatz zu diesem besitzt das B. keine eigentliche Zuhaltung, sondern der Riegel liegt in zurückgezo-Eusch Zustande mit einem an ihm Schtochhech inschnitt auf einem kleinen, auf dem Schloßblech festgenieteten Eisenstück. Beim Auf⸗ oder Zuließen hebt der Schlüsselbart den Riegel über ieses seiner Bewegung entgegenstehende Hemmnis inweg, verschiebt ihn entsprechend und läßt ihn odann in seine normale Lage zurückkehren, was durch eine am Riegel angebrachte Feder geschieht. B er, wohl ein german. Stamm, der früher als die übrigen deutschen Völker mit der röm. griech. Welt des Altertums in Berührung kam. Bei dem Vorrücken der Germanen aus Ost⸗ — nach der Mitte unsers Erdteils scheinen die B. zuerst den Weg nach dem Südwesten gefunden zu haben. An der Theiß, den Karpaten und am untern Donaudelta in ziemlich weiter Linie ausgebreitet, erscheinen sie zuerst seit 182 v. Chr., sen eit der macedon. Könige Philipp V. und Pereus, in der Geschichte. Es waren riesige Gestalten, blauäugig, Krieger von stuürmischer, gefürchteter Tapferkeit, aber noch lange in sehr primitiven Zuständen verharrend. Wiederholt in den Kämpfen der spätern Römer an der untern Donau und an den „Ctant auftretend, erhielten sie sich als ein starker Stamm bis tief in das 3. Jahrh. n. Chr. inein, wo die Goten als das herrschende deutsche olk im südl. Osteuropa auftraten. Sie verschwinden aus der Geschichte, als auf Veranlassung des röm. Kaisers Probus 279 n. Chr. 100000 ihres Volks als neue Ansiedler in dem röm. Thrazien Wohnsitze unter der roman. Bevölkerung angenommen hatten.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 547Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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