Bethusy-Huc (Ebuard Georg, Graf von), deutscher Politiker, geb. 3. Sept. 1829 auf dem Stammte Bankau im schles. Kreise Kreuzburg, besuchte ie Gymnasien in Dresden und Halle, studierte zu Bonn, Breslau und Berlin die Rechte und übernahm 1853 die Besitzungen Bankau und Kalbrechtsdorf (im Kreise Rosenberg). Im J. 1856 wurde er Kreisdeputierter, vier Jahre später Landesältester und Abgeordneter zum Provinziallandtage. à1 1862 wurde er vom Wahlkreise Kreuzburg-Rosenberg für das Abgeordnetenhaus gewählt, dem er seitdem bis 1880 ununterbrochen angehörte. Er schloß sich der konservativen Fraktion an, um energisch die Armeereform zu vertreten, schied aber 1863 aus dieser Fraktion und schloß sich zunächst keiner Partei an, bis er im Aug. 1866 mit dem Grafen Renard und Hrn. von dem Knesebeck die Fraktion der Freikonservativen » gründete. Seitdem war er im Abgeordnetenhause wie im Norddeutschen und Deutschen Reichstage, in welchen ihn ebenfalls der Wahlkreis Kreuzburg-Rosenberg wählte, der Führer dieser Fraktion, welche im Reichstage den Namen „Deutsche Reichsparteis annahm. N der Winter4 1874 wurde B. zum zweiten Vizepräsidenten es Abgeordnetenhauses gewählt und behielt dieses Amt bis zum J. 1877. Im Januar 1880 erlosch sein Mandat infolge seiner Ernennung zum Landrat des Kreises Kreuzburg, und um sich den übernommenen Aeerbsaum ganz widmen zu können, verzichtete er bis auf weiteres auf jede parla⸗