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ErdkundeBrockhaus 1882

Binche, malerisch gelegenes Städtchen im Bezirk Thuin der belg. Provinz Hennegau, 17 km östlich von Mons, an der Haine und an der Eisenbahn von Mons nach Charleroi, mit 8135 E., die sich größtenteils mit der Verfertigung der sog. fleurs à plat er die Brüsseler Spitzen beschäftigen. Der früher befestigte Ort wurde im Mittelalter mehrmals belagert und 1554 im Kriege Karls V. gegen Heinrich II. eingeäschert, wobei auch das 5 km davon abliegende Schloß Mariemont, von Karls Schwester, der Statthalterin Maria von Ungarn, 1548 erbaut, in Flammen srand u. Vor der Französischen Revolution bestand hier ein Domherrenkapitel mit 12 Domherren; es bildete eine Propstei mit 51 Dörfern.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 63Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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