FeedBinde
TechnikBrockhaus 1882

Binde, Bandage, nennt man in der Chirurie einen Haudfefesen von viel größerer Länge als reite, mag dieser nun aus einer einfachen Lage bestehen oder durch Zusammenfalten eines breitern Zeugstücks hergestellt sein. Die verschiedensten leinenen, baumwollenen oder wollenen Stoffe können zur nledient u von B. benutzt werden. Am äufigsten bedient man sich der B. aus Leinwand, lanell, Gummigewebe, Trikot, Gaze (Mull). iese B. werden aus einem längern Zeugstück herausgerissen oder herausgeschnitten. Auch B. aus breitem Bande sind im Gebrauch. Für manche Zwecke verwendet man aus mehrern Stücken zusammengesetzte B., z. B. I-Binden, vielköpfige B. Ihre Bestimmung ist im allgemeinen, die auf wunde und kranke Teile gelegten Deckmittel (Charpie, Baumwolle, Kompresse) zu fixieren oder durch Zug und Druck eine Heilwirkung hervorzubringen, daher sie besonders bei der Behandlung der Wunden und Geschwüre, Geschwülste u. s. w. an äußern Teilen Anwendung finden. Die Anlegung der B. wird, nachdem sie zu einem sog. Bindenkopf aufgerollt sind, Ges destimmten Regeln vorgenommen, wozu stets Geschick und Übung erforderlich sind. (S. Verband.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 63Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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