Birkebeiner (Birkibeinar), polit. Partei Norwegens während der innern Unruhen im Mittelalter 1171—12070 1 Anhänger der Könige Sverref1177—1202) und Hakon Hakonsson.6 Den Namen B. erhielten sie, weil sie auf ihren Streifzügen zuweilen gezwungen waren, die Beinkleider durch Birkenrinde zu ersetzen. irken (Sigmund von), vor seiner Erhebung in den Adelstand Betulius genannt, deutscher Dich-I ter, geb. 5. Mai 1626 neuern Stils zu Wildenstein bei Eger, wo sein Vater Prediger war. In Nürnberg für die Universität vorbereitet, ½ 1643 nach ena, kehrte aber schon 1645 nach Nürnberg urück. Hier hatten Harsdörfer und Klaj viel Einuß auf sein poetisches Streben, und diese bewirkten auch 1645 seine Aufnahme in die Gesellschaft der Pegnitzschäfer oder den Gekrönten Blumenan dem Hofe erzog Riüden raunschweig-Wolfenbüttel als Lehrer der beiden Söhne dessck ben (Anton Ulrich und Ferdinand Albrecht) aufgehalten und darauf zu nneberg die ⁷¹ einer mecklenb. Prinzessin geleitet, kehrte er na Nürnberg, dem Sitze der damals zur Vollziehung des W Friedens —— etretenen Reichsversammlung, zurück. ch dem denssohisse erhielt er von dem rsten Ottavio Piccoomini den Auftrag, die zur Feier desselben zu veranstaltenden Festlichkeiten u ordnen. Im J. 1655 wurde er vom Kaiser Ferdinand III. in den Adelstand erhoben. Der Blumenorden ernannte ihn nach Harsdörfers Tode 1662 hun Oberhirten der Pegnitzschäfer. Er starb zu türnberg 12. Juni 1681. B. versuchte sich als dramatischer Dichter in allegorischen Festspielen, die von dramatischem Talente zeugen, aber weitit wie seine lyrischen Gedichte geistlichen und weltlichen Inhalts durch süßlich-pedantische Spielerei und liche Wortbildungen die Schule verraten, aus der sie eangen. Sein —— der Ehren des Erzhauses sterreiche (3 Bde., Nürnb. 1668), eine im Auftrage Kaiser Leopolds I. unternommene liberarbeitung eines frühern gleichnamigen Werks von J. IJ. ihm da gehört, ungeachtet der Beschränkungen, die ihm dabei von dem wiener Hofe auferlegt wurden, u den bessern deutschen Geschichtswerken des 17. Danrh, und seine Deutsche Redebind⸗ und Dichtunsto (Nürnb. 1679) verdient wenigstens in Hinsicht auf die Sprache einige Bea tung. Gedichte von ihm sind her des 17. in Müllers KBibliothek deutscher Dichter des 17. Jahrh. (Bd. 9, Lpz. 1826). Vgl. Tittmann, „Die Nürnberger Dichterschule. Harsdörfer, Klaj, Birken⸗ (Gött. 1847). Birkenfeld, ein zum Großherzogtum Oldenburg gehöriges, aber in gerader Linie 210 km weit südwärts von dem Hauptlande entferntes Fürstentum am Hunsrück und dem obern Laufe der Nahe, gehörte w1801—14 zu dem franz. Saardepartement, wurde dann zunächst von Re der in Besitz genommen, von —— aber zufolge der Wiener-Kongreß-Akte, worin dem damaligen Herzog von Olden urg ein Gebiet mit 20000 C. im ehemaligen Saardepartement zugesichert war, vermöge eines 9. April 1817 zu Frankfurt a. M. unterzeichneten Staatsvertrags dem genannten Fürsten überwiesen. Das ürstentum ist aus Teilen der hintern rafschaft berr eim und des Fürstentums Zweibrücken des Oberrheinkreises sowie aus der keinem Reichskreise einverleibt gewesenen Herrschaft Oberstein und einigen ehemals wild⸗ und rheingräfl. Territorien des oberrhein. Kreises gebildet. Dasselbe wird im Osten von den Reter begrenzt, im übrigen aber ben von den egierungsbezirken Trier und Kolenz der preuß. Rheinprovinz umschlossen. Es umfaßt ein Areal von 502,87 àkm mit einer zum rheinfränk. Stamme gehörigen Bevölkerung von 38 685 E. (1880), davon 30318 Cvangelische, 7579 Katholiken und 677 Juden. B. ist ein steiniges Bergland, durchzogen von Zweigen des zum Hunsrück gerechneten Idar⸗ und Hochwald, die hier bis zu 630 m absoluter Höhe 1 burch Die Nahe, die an der Südgrenze entsteht, durchfließt das Ländchen in vielfach gewundenem Laufe. — Y7½½ Thal ist die Rhein-Nahe-Bahn mit gro sten geführt. Ungeachtet der vielen Berge, Felsen und ausgedehnten Waälder, die 200 qkm (davon 32,3 Proz. uchen behehe einnehmen und vorhe d aus +d bestehen, fehlt es nicht an gutem Ackerlande und, da Klima in den geschützten Thälern mild, Raiß 4— an Weinbau. ch wird bei allem Fleiß der 1e5 Sear nicht genug Brotdde zur Deckung des gewonnen. Von 5 Be ist die Viehzucht, namentlich die Rindviehzucht. Das häufige Vorkommen von r steinen hat zu einem eigentümlichen Gewerbe Veranlassung gegeben, zu dem sog. 3in Euadtedoer Fabrikwesen zahen Haup e die Städte Oberstein 30 und Idar sind, welches wesentlich im Schleifen und Verarbeiten von Achaten zu Bijouteriewaren besteht. Neben diesen Achatwaren führt B. nur noch Vieh und Eisen aus. 8 Fürstentum ist in „ Amtsbezirke B. (ehemals Bas imisches iet) und Oberstein eingeteilt. Das Regierungskollegium zu B., welches unmittelbar unter dem Ministerium zu Oldenburg steht, hat die gesamte Civilverwaltung. B. gehört zum Landgericht Saarbrücken. Dort hat ein oldenb. Richter Sitz und Stimme. Das prot. Kirchenwesen steht unter dem 1823 errichteten Konsistorium; die zwölf luth. und zwei reform. Pfarreien sind einem Superintendenten unterstellt, der zugleich Mitglied des Konsistoriums ist. Die sieben kath. Pfarreien werden von einem Dechanten beaufsichtigt, der unter dem Bischof von Trier steht. Die Hauptstadt 3 sübosthch fast in der Mitte des Landes, 40 km südöstlich von Trier, am Zimmerbach, und 5 km nördlich vom gleichnamigen Bahnhof der bame et gelegen, 1 2323 E., ein Regierungsgebäude, ein Gymnasium und ist Sitz eines Amtsgerichts. Die Bevölkerung treibt Gerberei und unterhält Viehmärkte. Der Ort war bis 1733 Sitz der Pfalzgrafen Zweibrücken-B. Das alte zerfallene Residenzschloß oder Burg B. liegt auf einer Anhöhe neben der Stadt. In der Nabe liegt das Dorf Hambach mit drei eisenhaltigen Säuerlingen, der Trink⸗, Bade⸗ und Albertusquelle, und nicht weit davon Schwollen oder der „Birkenfelder Sauerbrunnen „„iod⸗ und bromhaltige alkalische . uellen. Vgl. Barnstedt, „Geogr.⸗histor.⸗statist. Beschreibung des Fürstentums B.» (Birkenf. 1845).