FeedHommes d'armes
GeschichteBrockhaus 1882

Hommes d'armes (frz., d. i. bewaffnete Männer) oder Lanzen hießen in den im J. 1445 in Frankreich vom König Karl VII. errichteten 15 besoldeten Ordonnanzkompagnien die Ritter mit Einschluß ihres Gefolgs. Eine Lanze bestand aus dem Ritter, dessen Knappen (coutilier), dessen Diener (valeét) und drei Reisigen (archers), war mithin 6 Pferde stark. Eine Ordonnanzkompagnie zählte 100 H. und stand unter dem Befehl eines Hauptmanns, dem zwei Offiziere (Hieutenant und guidon) beigegeben waren. Die Reiter trugen Waffenröcke in den Wappenfarben ihres Hauptmanns; jede Kompagnie war bezüglich ihres Soldes auf bestimmte Städte angewiesen, welche denselben durch eine besondere Steuer aufbrachten. Die neue Truppe, der Anfang des stehenden Heeres Frankreichs, vermehrte sich rasch, da die berühmtesten Helden, z. B. Bayard, in dieselbe eintraten. Die Zugehörigkeit zu den H. galt bald höher als der Ritterschlag. Durch diese Organisation machte sich der König den trotzigen Adel für den Krieg

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 374Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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