FeedBischof
ReligionBrockhaus 1882

Bischof, ein kunstliches Getränk, welches bereitet wird, indem man zerkleinerte frische Pomeranenfrüchte und von ihrem weißen Marke befreite omeranzenschalen loder auch nur letztere allein), denen man eine geringe Menge Zimt und Nelken ugesetzt hat, mit gutem Rotwein übergießt, einen is zwei Tage in mäßiger Wärme digerieren läßt und den nach dem Erkalten durchgeseihten Aufguß beliebig mit elen versüßt. Um das Getränk schneller herzustellen, bedient man sich auch der Bischofessenz (einer weingeistigen Tinktur von Pomeranzenschalen, Pomeranzenfrüchten, Zimt und Nelken), welche man ohne weiteres dem versüßten Rotwein zusetzt. Nimmt man roten Burgunder zur Bereitung des Getränks, so erhält dieses hier und da den Namen Pralat; bedient man sichliedoch des weißen Weins, so bezeichnet man das Getränk als Kardinal. Mäßig genossen ist der B. ein gesundes und magenstärkendes Getränk; doch verursacht der stärkere Genuß wegen des in den Pomeranzenschalen enthaltenen ätherischen Ols häufig Kopfschmerz. Das Getränk selbst war schon im Mittelalter unter andern Namen in Deutschland bekannt, wohin es aus Italien und Frankreich gelangte; sein gegenwärtiger Name scheint jedoch * vor dem 17. Jahrh. vorzukommen. 4. Juni 1812 auf der königl. Saline zu Dürrenberg, studierte 1829—30 in Berlin Chemie, Physik, und Geologie, arbeitete dann auf den Hüttenwerken des Grafen von Einsiedel zu Lauchhammer, besuchte 1839 nochmals die berliner Universität, wurde 1843 als Hüttenmeister nach Mägdesprung berufen und später zum Bergrat ernannt; 1864 trat er in den Mpiwagen Lellt schon 1829 einen kleinen Dampfwagen hergestellt, der auf gewöhnlichen Wegen lief und der erste seiner Art war, der in Deutschland hergestellt wurde. Im . 1839 erfand B. die Gasentwickelungsöfen, welche in ihrer weitern Ausbildung eine vollständige Umgestaltung der Feuerungsanlagen in vielen Industriezweigen herbeiführten und namentlich auf üttenwerken allgemeine Anwendung fanden. B. chrieb: „Die indirekte Nutzung roher Brennmaterialien (2. Aufl., Quedlinb. 1856), «Die anorgafesten Thone (Lpz. 1877). „%Dfn i öpfungy (Dessau 1868), Di

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 90Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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