FeedBischoff (Gottlieb Wilh.)
ReligionBrockhaus 1882

Bischoff (Gottlieb Wilh.), 6. 5. Hamt, Botaniker, geb. 1797 * Dürkheim a. d. Hardt, besuchte die Lateinschule daselbit und wurde durch seinen Oheim, den bekannten Botaniker Koch in Kaiserslautern, in die Botanik eingeführt. Um sich als Maler auszubilden, besuchte er seit 1819 die Akademie der Künste zu München, ging aber 1821 nach Erlangen, wo er sich botan. Studien widmete und 1822 promovierte. Nachdem B. seit Herbst 1823 in seinem Geburtsorte kurze Zeit das Geschäft seines Vaters besorgt und seit 1824 als Lehrer zu Heidelberg gewirkt hatte, habilitierte er sich 1825 für das sach der Botanik an der Universität in letzterer tadt, wo er 1833 eine außerord., 1839 eine ord. Professur erhielt und 1. Sept. 1854 starb. Die bedeutendsten unter B.s Werken sind; „Grundriß der mediz. Botaniko (Heidelb. 1831), Lehrbuch der allgemeinen Botaniko (3 Bde., Stuttg. 1834—39), „Mediz.⸗pharmaceutische Botanike (Erlangen 1843; 2. Aufl. 1847), ⸗Die Botanik in ihren Grundrissen und nach ihrer histor. Entwickelung (Stuttg. 1848). Sein Hauptwerk bildet jedoch das mit großem Fleiß bearbeitete Handbuch der botan. Terminologie und Systemkunder (3 Bde., Nürnb. 1833—34), neben welchem er noch ein kürzeres Wörterbuch der beschreibenden Botanike (Stuttg. 1839) veröffentlichte.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 90Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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