FeedBitonto Butuntum)
ErdkundeBrockhaus 1882

Bitonto Butuntum), Stadt in der ital. Provinz und im Bezirk Bari (Apulien), in einer fruchtbaren Ebene, 7 km vom Adriatischen Meere, ist der Sitz eines Bischofs, + eine schöne Kathedrale, 12 Pfarrkirchen, ein theol. Seminar, ein großes Waisen8s ein Kastell, Industrie und Handel und zählt 1881) 26 207 E. In der Umgegend wird ein vortrefflicher Wein (Zagarello) gebaut. Bei B. erfochten die Spanier unter Graf Montemar 25. Mai 1734 einen glänzenden Sieg über die Osterreicher, lam. Phil Königreich Neapel wieder an Spanien kam. Philipp V. ließ auf der Walstatt eine Pyramide errichten und erhob Montemar zum Granden von Spanien und Herzog von B. Bits. „Stadt und Kantonshauptort im Kreise Saargemünd des elsaß-lothring. Bezirks Lothringen (bis 1871 zum franz. Moseldepartement gehörig), mit (1880) 2882 E. (darunter 667 Mann Garnison), am Nordabfall der Vogesen, in schöner, anmutiger ndBeninoe an der Eisenbahn Hagenau-Saargemünd-Beningen, am Kreuzungspunkte der Straßburg-Zweibrückener und der Saargemündnd gelegen, ist Sitz eines Amtsgerichts. B. t eine wuten unter geistlicher Leitung stehende ule (Institut St. Augustin) und ein von den Mädchenpensionat. Die Bewohner treiben hauptsächlich Ackerbau, daneben Handel mit Spezerei⸗, en⸗ und Kurzwaren. In der Nähe von B. sind Glashütten und zwei Eisen⸗ und Stahlwerke. Die Grafschaft B. gehörte im Mittelalter den von Lothringen und (1297—1570 den Pfalzgrafen von Zweibrücken-Bitsch; dann wieder usch. ch, wurde B. 1738 französisch, 1871 deutsch. e Stadt B. wurde 1633 von den Schweden, 1676 von Ludwig XIV. erobert, der an der Stelle des alten Schlosses auf dem ere durch 50 m über B. und 424 müber dem Meere durch Vauban eine Festung erbauen ließ, die noch niemals eingenommen worden ist. Diese Bergbefestigung besteht auf der Höhe aus einem Viereck mit Bastionen in den Winkeln, peh der Nordwestfront durch ein Hornwerk und Ravelin verstärkt, und auf halber Höhe des Felskegels aus einer aus Rampen und Treppen mit der obern ante. 509 in Verbindung gesetzten Verteidiungslinie. an und Dorn meist in den Felsen geauene Kasernen und Vorratsräume, sowie Cisternen und ein 80 mtiefer, gedeckter Brunnen erhöhen die Verteidigun Anentet der Festung. Die Stadt war durch eine bastionierte Enceinte mit drei vorgeie Stadt als Festung aufgegeben und nur die Bergcitadelle als solche mit einer Friedensbesatzung von einem Bataillon beibehalten worden. Ein Überfall, den am 16. Nov. 1793 Oberst von Wartensleben mit 1600 Preußen im Einverständnis mit einem Ingenieuroffizier der omme des Kamnuf schlug, nachdem der in die Wohnung des Kommandanten * rende Gang bereits erreicht war, dadurch fehl, aß der über dem Gange wohnende Artilleriekapitän, durch das Geräusch geweckt, sogleich die offenstehende eiserne Thür 3 von Vom 11. Juli bis 30. eral. 1815 wurde B. von den Preußen unter General Krauseneck blockiert. Während des Kriegs 1870/71 war B. dem Vormarsche der deutschen Truppen vielfach hinderlich und blieb, nachdem die Bergfeste am 8. und 23. Aug. und 11. bis 14. Sept. 1870 vergeblich el Boch worden war, fortwährend cerniert. 11 drei Wochen nach dem Abschlusse der Friedenspräliminarien (24. März 1871) wurde sie als die letzte aller blockierten franz. Festungen und der letzte französisch gebliebene Punkt Elsaß-Lothringens den Deutschen übergeben.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 107Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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