Bleicherode, Stadt in der preuß. Provinz Sachsen, Regierungsbezirk Erfurt, Kreis Nordhausen, 19 km südwestlich von Nordhausen, 3 km südwestlich vom Einfluß der Bode in die zur Unstrut gehende Wipper, in einem gegen N. und O. geöffneten, gegen S. und W. tenr die 465 m 1* Bleicheroder Berge begrenzten * Station der Linie Deren Hrde der Preußischen Staatsbahnen, doch ist der Bahnhof 4 Em entfernt. B. ist Sitz eines Amtsgerichts, hat (1880) 3367 meist evang. E., Herstellung von Leinenwaren (26 Fabriken mit 240 Stühlen für Leinweberei und 18 Stühle für Damastweberei, in der Umgegend überdies Handweberei), im Orte selbst sowie im nahen Oberndorf je eine mechan. Weberei für baumwollene Waren, Bleicherei, vorzügliche Flachsbereitungsanstalten und eine Webeschule. Nahe im W. steht die Löwenburg auf den Bleicheroder Bergen. B. ist Geburtsort des berühmten Geographen 11 Petermann. leichkalk und Bleichpulver, Chlorkalk.