Bitterfeld, Kreisstadt im Regierungsbezirk erseburg der preuß. Provinz Sachsen, liegt an der Mulde, in welche hier der Lober mündet, und 9pie sehr belebte Hauptstation der Linie Berlin6 der Preußischen Staatsbahn, von welcher ch erbindungsbahnen nach Halle und nach Dessauagdeburg abzweigen. Die Stadt ist Sitz des Landratsamts, eines Amtsgerichts und verschiedener Verwaltungsbehörden und zählt (1880) 6531 meist evang. C. Seit Eröffnung der Eisenbahn hat ch zu B. und in der nächsten Umgebung eine lebafte Industrie entwickelt. Außer Tuchfabrikation und Töpferei bestehen 2 Eisengießereien, 2 Maschinenbauwerkstätten, 5 Thonröhren⸗ und Cha-Holzudaen. sowie je 1 Dach für Schmieröl, 90 zuägel, Feuerspritzen, Dachpappe und Teer, appe; ferner 10 Braunkohlengruben,7 Briquettesabriken, 13 Ziegeleien, 2 große Wassermühlen, 1 etreidemarkt arne Allwöck entlich findet hier ein Getreidemarkt statt. Die Stadt verdankt ihren Urprung einer Kolonie aus Flandern, die sich 1153 ier von Meit wurde 1476 vom Landgrafen Dietrich von Meißen erobert, gehörte dann zu Sachsen und fiel w1815 an Preußen. — Der Kreis Bitterkeld umfaßt 697, alm und zählt (1880) 51 979 C. Ditterlale Arzneimittel, s. unter Quassia. BVPitterkalk, s. Dolomit.