Bogomilen, richtiger Bogumilen, hieß in der Volkssprache der Bulgaren (von bog, d. i. Gott, und mili, d. i. lieb, wert) ein Zweig der Paulizianer (s. d.), welche bereits im 10. Jahrh. in Thralur und Bulgarien sich verbreitet hatten. Sie ehrten, aus dem wesentlich guten göttlichen Urwesen seien zwei Söhne Ie dent Water Satanael und Logos. Jener wollte dem Vater gleich fein und ward damit böse, verführte die Engel und N—* die sichtbare Welt mit den Menschen, welche ohne seinen Willen vom Vater mit Um me z Kräften des Lichts ausgestattet sind. Um sie ganz in seine Gewalt zu bekommen, zeugt Satanael mit der Eva den Kain, von dem alles Kirchenwesen auseht, das vormals im Tempel zu Jerusalem seinen an hatte, jetzt in der Junhfran o u Kontantinopel. Aber die heilige Jungfrau hat den Logos durch das Ohr empfangen und Christus, mit einem Engelsleibe 5. for hat den bösen Bruder überwunden. Die B. shichten strenge Ascese, deuteten die heiligen Geschichten allegorisch, verwarfen die Sakramente und benutzten als heilige Schriften neben dem Neuen phische die Psalmen, 16 Propheten und apokryphische Bücher. Im Gewande des Mönchtums verbargen sie sich mitten in Konstantinopel, bis Alexius Komnenus 1118 ihr Haupt Basilius verbrennen ließ. Dennoch haben sich B. unter den Bul aren das ganze Mittelalter hindurch b r K aulizianer in und um Philippopolis bis zur Neuzeit. Vgl. Engelhardt, „Kirchengeschichtliche Abhandlungen» (Erlangen 1832); Petranovie, Bogomilis (serb., Zara 1867).