FeedBomarsund
ErdkundeBrockhaus 1882

Bomarsund (wörtlich Sperr-oder Riegelsund), Meerenge der Ostsee, am Eingange zum Bottnischen Meerbusen, zwischen den Insein Aland und Vardö; die gleichnamige russ. Rspon W auf der Ostküste der Insel Aland angelegt, von Wichtigkeit für die Beherrschung der Enfahri zum Finnischen und zum Bottnischen Meerbusen, wurde während des Orientkriegs im Sommer 1854 von den verbündeten Franzosen und Engländern unter Barauay d'Hilliers belagert und nach sechstägiger Beschie ung 16. Aug. zur Kapitulation gezwungen. Die Festungswerke wurden gesprengt und zerstört. Ein Anhangsartikel des Pariser Friedens bestimmte später, daß Rußland auf den Alandsinseln weder neue Befestigungen, noch Marine- oder Militäretablissements anlegen sollte. Am 2. Sept. wurden die franz. Truppen eingeschifft. Die mit dem Sprengen der Werke beschäftigten engl. ide Rußene verließen Aland erst 14. Sept., S 21 die Russen es bald wieder in Besitz nahmen. (S. Alandsinseln und Orientkrieg.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 296Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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