Botänybai, so von Joseph Banks, dem Begleiter Cooks, wegen des botan. Reichtums ihrer Küsten benannt, ist eine der bekanntesten und geräumigsten Baien an der Ostküste Australiens. Sie liegt unter 34 2“ südl. Br. und 151 11 östl. L., gehört zu der Provinz Cumberland in Neusüdwales (s. d.) und hat, wenn auch einen bequemen Eingang zwischen den Vorgebirgen Banks und Solander, doch mit Ausnahme der den Meeresströmungen offenen Eingangsstelle nur geringe Tiefe. Die Umgegend ist niedrig, sandig und morastig und wird von den Flüssen Cook und St.⸗Georges bewässert, welche sich in die Bai ergießen. Cook entdeckte dieselbe 1770 und machte von ihr in seinem Berichte eine reizende .— Die brit. Regierung beschloß hierauf 1787, die mgegend derselben Verbrechern zum Aufenthalte anzuweisen, und bereits 1788 landete Arthur Philipps, von England ausgesandt, mit 1011 Menschen, darunter 756 Deportierte, in der B., fand aber weder diese zu einem Hafen noch den Landstrich umher zu einer Niederlassung geeignet, und verlegte daher die Kolonie weiter nördlich an die Bai Port-Jackson, wo er die Stadt Sydney-Cove gründete. Von der 8 km entfernten Hauptstadt Sydney führt eine Pferdebahn nach dem Dörfchen Botany, nach welchem seiner schönen Lage wegen häufig Ausflüge veranstaltet werden und wo zahlreiche Villen reicher Kaufleute sich befinden.